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Konzeption

Konzeption
1. Organisatorisches Konzept….…….….………..…….………1
Leitbild und Qualitätsziele des Trägers…..……...….….……..………..1
Teamselbstverständnis…..…..….….……..…..……....……..…..…..…...1
Einrichtungsprofil..…….…..…….…..…….……..…....……..………….3
Pädagogische Schwerpunkte.…….…..…..……..……..…….…….…..…..………..3 
Religiöse Erziehung.…………..…..…….…..…..…..…….…..…..…..…..….…….…..…….3 
Teiloffenes Konzept.…..…..….…..…..…..…..…….…….…..…..…..…..…..…..….…..…...3 
Natur, Bewegung und Gesundheit.…..…..…..…..….…..…..…..…..…..…..…..…..…..……4
Betreuungsangebot (Rahmenbedingung) der Einrichtung.……..…….……..……5 
Unsere Öffnungszeiten..…..…..…..…..…..…….…..…..…..…..…..…..…..…..….…..…….5 
Gebührenordnung.…….…..…….…..…..…….…..…..…..…..…….…..…..…..…..…..……5 
Schließtage.…..…..….…..…..…..…..…..…..…..…..…..…..…..….…..…..….…..…..…….7 
Anmeldung..…….…..…..…..…..…….…….…..…….…..…..…..…..…..…..…..…..…..….7 
Kündigung.…..…..…..…..…..…..…..…..…..…..….…..…..…..…..…..…..…..…..…..……7 
Verköstigungen.…..…..…..…..…….…..…..…….…..…..…..…..…..…..…..….…..……….7 
Räumliche Ausstattung.…..…..…..….….…..….…..…..…..…….…..…..…..….…..…..…..7 
Tagesstruktur.…….….…..…..…..…..…..…….….….…..…….…..…..….…..…….….…...9

2. Pädagogisches Konzept (Pädagogischer Ansatz)..………...10
Bildungsverständnis..…….…….…..…..…..……..……..……..……….10
Beobachtung und Dokumentation..……..…….……..……..……..…..…..……....10
Bild vom Kind..…..….……..……..….……..….…..……..……..……..……..…….10
Basiskompetenzen.……..…….……..……..……..……..……..……..……..….…...13 
Personalkompetenzen...…….…….…….…..…..…..…..…..…..…..…..…..…..…….…..…13 
Selbstwahrnehmung.…....……..…..….…..……..……..……..…..……..…..…..……..….13 
Positive Selbstkonzepte.……..…..……..……..……....……..……..……..……..…..…….13 
Motivationale Kompetenzen.……..……..…..…..……..……..………..……..……..…….13
Kognitive Kompetenzen.…….…………….……..…..…….….……..…..……..…………13
Physische Kompetenzen.……..….……..……..……..……..……..………..……..……….13
 Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext….….…..…..…..…..…..….….…..…..…14
Soziale Kompetenzen.…..….……..……..…..……..…….……..…..…..……..…….….…14
Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenzen.….…..……..…….….……..….14
Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme.…..…..…….....…….….…….14
Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe..…..……..……..…….………...15

 Lernmethodische Kompetenz.…..…..…..……...…..…..…..…..…..…..…..…..…..……….15
Lernmethodische Kompetenz – Lernen, wie man lernt……….…….…….….….…….….15

 Kompetenter Umgang mit Veränderungen und Belastungen.….….…..….…..…..…..…….15
Wiederstandsfähigkeit (Resilienz)...….….….….….….….….….….….….….….….……..15
Rolle des Erziehers...…..…….……..……..……..…..…..……..…….…..…..…….15

Offenheit gegenüber sozialkultureller Unterschiede.………..…..……16 
Familienvielfalt, Milieus…...…..…..…….…..…..….….…..…….…..……..16 
Interkulturelle und altersgemischte Gruppen.….…..…..…..…..…..…..…16 
Auseinandersetzung mit Sprache und Kulturkreis..…..…..…..…..…..…..17

Pädagogische Haltung (Handlungskonzept).……….….….….……….17 
Partizipation Mitsprache der Kinderbetreuung...…..…..…..…..…..…….17 
Kinderkonferenzen..…..…..…..…..…..…..…..…..…..…..…..…..…..……..17 
Inklusion (Behinderung, drohende Behinderung, Migration)….….……..18 
Wohl des Kindes (Schutzauftrag)…….………………………………….....19  Kinderschutz………………………………………………………………...19

3. Schlüsselsituationen……...………………………………….20
Gestaltung von Übergängen……………………………………………20 Eingewöhnung……………………………………………………………………...20
 Vom Elternhaus in die Krippe……………………………………………………………...20 
Vom Elternhaus in den Kindergarten………………………………………………………..20
Übergänge innerhalb der Einrichtungen…………………………………………21
Schuleintritt………………………………………….……………………………...21
Tagesstruktur……………………………………………………………21 
Freispiel.………………………………………………………………….…...21 
Morgenkreis / Stuhlkreis / Kinderkonferenzen……………………………….22 
Projekt und Lernangebote…………………………………………………….22
Körper und Gesundheit………………………………………………...23 
Mahlzeiten und Ernährung…………………….……………………………...23 
Entspannung, Ruhe, Schlafen………………………………...……………….24 
Körperpflege.………………………………………………………………….24 
Sauberkeitserziehung……..…………………………………………………..24
Interaktion………………………………………………………………25 
Konfliktfähigkeit/ Lösungsorientiertes Handeln.……………………………..25 
Regelverhalten.………………………………………………………………..25 
Beschwerdemöglichkeit/ Beschwerdeleitfaden…………………………….....25

4. Themenbezogene Bildungs- und Erziehungsbereiche…….26
Wertorientierung und Religiosität……………………………………..26
Emotionalität und soziale Beziehungen und Konflikten……………...26 
Empathie und Perspektivenübernahme……………………………………………………..26  Problemlösefähigkeit………………………………………………………………………..26 
Kommunikationsfähigkeit……......................................………….…..…..…….…..………27 
Kooperationsfähigkeit..…..…..…..…..…….….…..…….…..…….…..…..…..…..………..27
Sprache und Literacy…….….……..……..…….……..…..…….……...27
Informations- und Kommunikationstechniken, Medien…….……….27
Mathematik, Naturwissenschaft und Technik……..….……..……….28
Umwelt…..……..……..…..……….……..…..…..……..……………….28
Ästetik, Kunst Kultur.…….…….…….…….……..……..……………..28 
Phantasie und Kreativität.…..….…..…….…..…..…..…..…….…..…..…..….….…….…...28 
Ästetische, bildnerische Bildung und Erziehungsarbeit.…..…….…..…..…….……..……..29 
Kulturelle Bildung und Erziehung...............…..…..…..…….…..…….…..…..…..………...29
Musik...……..……..….……..……..….……..……..……..……..…..…..29
Bewegung, Rhythmus, Tanz und Sport.….....……..……..……..……..29
Gesundheit..….....…..…..……..……..……..……..……..……..……….30
Lebenspraxis.…..……..……..……..…….……..……..……..……..…...30

5. Bildungspartnerschaft..…....…..….……..…..……..…..…...30
Bedeutung und Prinzipien der Zusammenarbeit mit Elternabende...30
Angebote für die Eltern…..……..…..……..….……..….….…..……….31

6. Kooperation und Vernetzung.……..…..…….…..…..….…..31
Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde, der Pfarrei und der Kirchenstiftung.……..….…….…..……..…..……..…….…..………….31 Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Behörden………..32 
Kooperation mit der Schule..……..…….…….…….……..……..…..…..…….……..……..32 
Kooperation mit anderen Einrichtungen/ Behörden..…..…….…..…….…..…….…..……..32

7. Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung….…..……..32
Qualitätskonzepte,-strukturen, Leitfäden..……..……..……..………..32
Sozialraumanalyse……..….…..……..….………..……..……..………..33
Projektbeteiligung..…..…….…….……..……..…..……..……………..33
Konzeptionsentwicklung und Fortschreibung.…..….....……..……….33
Gesetzliche Grundlagen.….…....……..……..……..……..……..……...33
Schutzauftrag §8A VIII mit Handlungskonzept und Leitfaden.….....34
Beobachtungs- und Dokumentationsinstrumente…..….....…………..34
Kommunikationsstrukturen.……..……..………..……..……..……….35
Befragung / Evaluation / Reflexion……..……..…..…..……..…..…….35
Beschwerdemanagement mit Leitfaden.….....………..……..…..…….35
Personalentwicklung, Mitarbeiterqualifikation, Fortbildungen……..36

8.Öffentlichkeitsarbeit.…....…..…..……..…….…..…….…….36
Internetauftritt…...…...…….……..……..…..…..……..……..…..…….36
PR- Auftritt..….....……..……..……..……..……..……..……..……..…36

9. Quellenverzeichnis, Impressum……..……..…….……..…..36
Verwendete Literatur..….…..…….….…..……..……..……..…..……..36
Impressum.……….……..……..……..……..…..…..…..………..……...37

 

1. Organisatorisches Konzept
Leitbild und Qualitätsziele des Trägers

Die katholische Kirchenstiftung Immenreuth ist Trägerin des katholischen Kindergartens. Sie engagiert sich somit im Bereich der Kinderbetreuung, um Familien zu unterstützen und durch eine ganzheitliche bzw. dem Entwicklungsstand entsprechende Förderung den Kindern ein Leben in Fülle zu geben.

Katholische Kindertageseinrichtungen sind grundsätzlich offen für Kinder aller Familien - auch für nicht katholische Familien, die den allgemeinen Erziehungszielen, basierend auf dem christlichen Welt- und Menschenbild, zustimmen. Aus dieser praktizierten Offenheit ergibt sich, dass auch Kinder anderer christlicher Konfessionen in die Einrichtung aufgenommen werden.

Über die allgemeinen pädagogischen und sozialen Anforderungen hinaus beziehen die katholischen Kindertageseinrichtungen religiöse Bildung und Glaubenserziehung in den Kindergartenalltag mit ein und sind im Zusammenwirken mit den Eltern und Elternbeirat bestrebt, christliche Grundwerte zu vermitteln. Wir wissen aber auch um die Stärken und Schwächen, die es zu fördern und zu korrigieren gilt. Wir erkennen den Eigensinn der Kinder und ihre Fähigkeit sich wieder einzufügen. So wird z.B. regelmäßig gebetet, von Gott, Jesus, biblischen Gestalten und Heiligen erzählt; es werden religiöse Lieder gesungen und kirchliche Feste gefeiert. Dabei stellt die religiöse Thematik im Kindergarten keinen eigenen Lernbereich (wie z.B. der Religionsunterricht in der Schule) dar, sondern ist ein dazugehörender Teil der Gesamterziehung. Zudem besteht eine enge Verzahnung zwischen der Kindertageseinrichtung und der Kirchengemeinde vor Ort. So werden von den Kindern Gemeindefeste oder Familiengottesdienste aktiv mitgestaltet. Andererseits übernimmt der Pfarrer die regelmäßige pastorale Betreuung der Einrichtung.


Teamselbstverständnis

Unser Team besteht aus pädagogischen Fach- und Ergänzungskräften. Zusätzlich bieten wir Praktikanten die Möglichkeit, in unser Berufsfeld hinein zu schnuppern oder unser Kinderhaus als Ausbildungsstätte zu nutzen.

Unsere Teammitglieder qualifizieren sich regelmäßig durch verschiedene Fort - und Weiterbildungen, Seminare und Fachtagungen.

Folgende Qualifikationen zeigt das pädagogische Personal auf:

- Qualifizierte Leitung - Krippenfachpädagogin - Grundlagen - und Aufbaukurs zur Montessori – Pädagogik - Fachkraft für Inklusion



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Das pädagogische Personal zeichnet sich aus durch folgende Grundhaltungen:

fachlich engagiert motiviert geduldig

flexibel interessiert

experimentierfreudig selbstreflektierend konfliktfähig freundlich

höflich verständnisvoll offen ehrlich transparent

wertschätzend respektvoll organisiert

lustig kompromissbereit hilfsbereit tierlieb

sachlich teamfähig verantwortungsbewusst musikalisch

kreativ naturverbunden zielstrebig strukturiert

belastbar sportlich temperamentvoll chaotisch

Unser Team ist eine Gruppe von Personen, deren Fähigkeiten sich ergänzen, die sich für eine gemeinsame Sache einsetzen (Vision), die gemeinsame Leistungsziele haben, die einen gemeinsamen Arbeitseinsatz haben, die sich gegenseitig dafür verantwortlich fühlen, wie miteinander umgegangen wird, die gemeinsam beraten und entscheiden, bei denen die regulären Hierarchien keine Rolle spielen. Dieses Zusammenspiel der Eigenschaften der Teammitglieder lässt ein harmonisches Zusammenarbeiten entstehen und ist für die pädagogische Arbeit von großer Bedeutung.

Jedes Teammitglied ist mit Namen und Gruppenzugehörigkeit auf einem Bild der bunten Eingangswand zu finden.




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Einrichtungsprofil

Pädagogische Schwerpunkte

Religiöse Erziehung Unser Kinderhaus ist eine katholische Einrichtung. Wir vermitteln die christlichen Werte und Normen im pädagogischen Alltag. Dazu gehören unter anderem das Beten vor dem Essen, das Feiern von kirchlichen Festen, das Gestalten von Gottesdiensten, das Singen von religiösen Liedern wie auch das Umsetzen und Verinnerlichen von religiösen Geschichten der Bibel. Herr Pfarrer Bruckner unterstützt dies durch regelmäßige Besuche z. B. Blasiussegen, Lichtmess, Gottesdienste. Dabei bringt er uns den Bezug zur katholischen Kirche noch näher.

Teiloffenes Konzept Wir arbeiten in unserem Kinderhaus nach dem teiloffenen Konzept. Dies bedeutet, die Kinder gehören einer Stammgruppe an. Trotzdem haben sie die Möglichkeit während der Kernzeit die anderen Gruppen, das Bistro, die Aktionsräume oder den Spielturm im Garderobenbereich zu besuchen. Die Kinder klammern selbstständig ihr Foto in ihrer Stammgruppe an die verschiedenen Bilder der gewünschten Räume an. Somit weiß jedes Personal Bescheid, wo sich die Kinder im Haus gerade befinden. Im Kindergarten darf somit die Freispielzeit gruppenübergreifend verbracht werden. Das Bistro wird von den Kindern aller Kindergartengruppen genutzt. Dies bedeutet, dass mehrere Buben und Mädchen aus den verschiedenen Gruppen gleichzeitig essen können. Somit haben alle Kinder die Möglichkeit im Laufe des Tages diesen Bildungsraum zu besuchen. Eine Erzieherin ist fester Bestandteil dieses Bistros. Auch die Vorschularbeit wird gemeinsam erlebt durch beispielsweise den Tag der Großen, Vorschulprojekte, „Lange Nacht“, Theaterbesuche, Kooperationen mit der Schule und Teilnahme an bestimmten Aktionen.

Das teiloffene Konzept wird in den Krippengruppen etwas anders praktiziert. Hier finden gruppenübergreifende Aktionen statt. Gemeinsam werden Spaziergänge oder Waldtage erlebt. Beim gemeinsamen monatlichen Kochen kommen Kinder aus beiden Gruppen zusammen. Auch haben die Kinder während des Tages stets die Möglichkeit, die andere Gruppe zu besuchen. Der Bildungsraum, der zwischen den beiden Gruppen liegt, wird regelmäßig gemeinsam als Aktionsraum genutzt (Kreativangebote, lebenspraktische Angebote).

Seit unserem Umbau 2015 haben wir das Raumkonzept nach Schilling fest in unserem Alltag integriert. Diese Raumgestaltung regt die Kinder in den verschiedenen Bildungsbereichen an, durch Bewegung zu lernen.



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---- Motorik ----- Selbstvertrauen -----Sprache / Kommunikation

---- Eigenmotivation ---- Selbstwirksamkeit ----Experimentierfreude

---- Achtsamkeit / Rücksichtnahme ----Resilienz ----Raum – Lageverständnis

---- Sozialverhalten ----Empathie ----Kognition

---- Lebenspraktischer Bereich


Unser teiloffenes Konzept wird durch unseren späteren Einblick in den Tagesablauf noch detaillierter aufgeführt.


Natur, Bewegung und Gesundheit

Durch die ländliche Lage unseres Kinderhauses ist es uns möglich, die Natur mit allen Sinnen auszukosten. Im gesamten Alltag lassen wir dies mit einfließen. Wir nutzen regelmäßig die gegebenen Möglichkeiten, wie z.B. den Wald, den Garten, die verschiedenen Spielplätze und den Bachlauf.

Aufgrund unserer Naturverbundenheit gestalten wir regelmäßig verschiedene Naturprojekte. Hierbei entstanden im Krippengarten Hochbeete, in die jährlich frische Obst- und Gemüsesorten gepflanzt werden.

Forschen ist das Entdecken, Hinterfragen und Begreifen des Alltags. Durch Neugierde, aktives Tun und Ausprobieren lernen die Kinder täglich dazu. Unsere Einrichtung hat das Zertifikat „Haus der kleinen Forscher“ erhalten. Wir führen regelmäßig gezielte Forscheraktivitäten in allen Altersstufen durch. Diese finden i.d.R. einmal wöchentlich statt. Eine der Forschergruppen besteht aus 4 – 6 Kindern. Die Themen orientieren sich an den aktuellen Interessen und Bedürfnissen der Kinder. Die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft sind sehr beliebt. Wichtig beim Forschen ist das selbständige Agieren. Die Kinder stellen beim Experimentieren Vermutungen auf, überprüfen diese, ziehen selbst Schlüsse und stellen Zusammenhänge her. Sie arbeiten in Teams und helfen sich gegenseitig. Dies wird durch Aushänge an den Gruppentüren und am Forscherhaus, das in der Eingangshalle steht für die Eltern transparent gemacht. Soziale und kognitive Fähigkeiten werden hier gefördert. Forschen spricht alle Sinne an. Die Kinder machen ganzheitliche Erfahrungen.

Gesunde Ernährung, Bewegungserziehung und die eigene Körperwahrnehmung sind weitere Schwerpunkte in unserem Kinderhaus. Darunter fällt der Obst- und Gemüseteller, der im Bistro täglich gemeinsam mit den Kindern frisch zubereitet wird. Die Zutaten bekommen wir hierfür wöchentlich frisch vom Hutzelhof aus

 


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Weißenberg im Rahmen des Europäischen Schulobst- und Gemüseprogramms gestellt. Die Krippe bekommt zusätzlich Obst- und Gemüsespenden von den Eltern.

Beim monatlichen Kochtag aller Kindergarten- und Krippengruppen wird auf eine bewusste und gesunde Ernährung geachtet. Regionale Zutaten werden bevorzugt. Zum lebenspraktischen Bereich gehört auch der dazugehörige Einkauf im Ort mit den Kindern.

Die Bewegungserziehung findet zusätzlich zu unseren alltäglichen Bewegungsmöglichkeiten im Kinderhaus und im Garten, auch wöchentlich an festen Turntagen der Gruppen im Turnraum statt. Dieser wird vom gesamten Haus genutzt. Hierbei wird gezielt auf die Körperwahrnehmung und das Körperbewusstsein eingegangen. Die Gesundheitserziehung wird durch den jährlichen Besuch der ortsansässigen Zahnärztin vertieft.


Betreuungsangebot (Rahmenbedingung) der Einrichtung
Unser Öffnungszeiten

Wir haben von Montag bis Donnerstag von 6.30 Uhr - 15 Uhr und Freitag von 6.30 Uhr - 14 Uhr für Sie geöffnet.

Sie können ihre Buchungszeiten individuell wählen oder auch ändern. Dies ist im September, Januar und April möglich. Möchten Sie dies wahrnehmen, erhalten Sie dafür im Büro ein Formular.

Die Mindestbuchungszeit beträgt für die Kindergartenkinder 4 – 5 Stunden und für die Krippenkinder 3 – 4 Stunden.

Die Kernzeit findet in den Kindergartengruppen (Gelbe, Blaue und Grüne Gruppe) täglich von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr statt, in den Krippengruppen (Orange und Rote Gruppe) von 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr.
Gebührenordnung

Die Kath. Kirchenstiftung Immenreuth hat die Beiträge zum/seit 01.09.2018 wie folgt festgelegt:

Kinderkrippe:

Buchungsstunden täglich

Betrag monatlich
Geschwister- ermäßigung
Betrag monatlich
3 – 4 Stunden 120,00 Euro - 25% 90,00 Euro 4 – 5 Stunden 135,00 Euro - 25% 101,25 Euro 5 – 6 Stunden 150,00 Euro - 25% 112,50 Euro 6 – 7 Stunden 165,00 Euro - 25% 123,75 Euro 7 – 8 Stunden 180,00 Euro - 25% 135,00 Euro 8 – 9 Stunden 195,00 Euro - 25% 146,25 Euro

Mittagsverpflegung: Der Preis für das Mittagessen beträgt derzeit 2,05€.

 


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Hinweis:  alle Kinder, die zum ersten September das 3. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, werden in die Krippengruppe eingeteilt. Es kann jeweils zum 1. Januar, 1. April und 1. September in den Kindergarten gewechselt werden. Vorausgesetzt, das Kind hat das dritte Lebensjahr abgeschlossen.  kann das Kind nach Vollendung des 3. Lebensjahres nicht in eine reguläre Kindergartengruppe wechseln, da kein Platz im Kindergarten verfügbar ist, ist weiterhin die volle Krippengebühr zu entrichten. Der Wechsel erfolgt nach Maßgabe des Alters sowie der Entwicklung des Kindes.

Kindergarten:

Buchungsstunden täglich
Betrag monatlich
Geschwister- ermäßigung
Betrag monatlich 4 – 5 Stunden 80,00 Euro - 25% 60,00 Euro 5 – 6 Stunden 90,00 Euro - 25% 67,50 Euro 6 – 7 Stunden 100,00 Euro - 25% 75,00 Euro 7 – 8 Stunden 110,00 Euro - 25% 82,50 Euro 8 – 9 Stunden 120,00 Euro - 25% 90,00 Euro

Mittagsverpflegung: Der Preis für das Mittagessen beträgt derzeit 3,05 €.

Kostenübernahme durch das Jugendamt: Die Eltern können beim Jugend-/Sozialamt einen Antrag auf Kostenübernahme stellen. Bis zum Vorliegen eines positiven Bescheids des Kostenträgers und dem Eingang der Beiträge haben die Eltern den geschuldeten Elternbeitrag zu entrichten. Übernommen werden vom Landkreis Tirschenreuth: die Kindergarten- bzw. Krippengebühr, sowie die Kosten für die Mittagsverpflegung (evtl. Teilbetrag).

Geschwisterermäßigung: Besuchen mehrere Kinder einer Familie gleichzeitig die Kindertagesstätte, so wird die Gebühr für das ältere Kind und die weiteren älteren Kinder, um 25% ermäßigt.

Beitrag: Der Beitrag beinhaltet bereits Getränke-, Geschenke- und Spielgeld. Der Beitrag für das Mittagessen wird separat berechnet. Der Beitrag wird für 12 Monate erhoben. Für den Besuch der Kindertageseinrichtung im letzten Kindergartenjahr, welches der Schulpflicht nach Art. 35, 37 ff. des Bayrischen Gesetzes über das Bildungs- und Unterrichtswesen (BayEUG) unmittelbar vorausgeht, reduziert sich die monatliche Gebühr um den im Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) bzw. dem entsprechenden Änderungsgesetz (BayKiBiG-ÄndG) zum jeweiligen Zeitpunkt aktuell gültigen Zuschussbetrag. Die Höhe des Reduzierungsbetrages ist dabei auf die tatsächliche Gebühr begrenzt.

Eine Zurückstellung vom Schulbesuch nach Art. 37 Abs. 2 BayEUG führt ab dem nächsten Kindergartenjahr zu einer Unterbrechung der Gebührenreduzierung. Die gewährte Gebührenreduzierung ist nicht zurückzuerstatten. Die Gebührenschuldner haben die

 


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Kindertageseinrichtung unverzüglich über die Zurückstellung des Kindes nach Art. 37 Abs. 2 BayEUG zu informieren.
Schließtage Schließtage geben wir Ihnen in Form eines Ferienplans am Anfang des Kindergartenjahres frühzeitig bekannt. Der Gesetzesgeber gibt bis zu 30 Schließtage im Jahr vor. Zusätzliche 5 Schließtage können durch eine Teamfortbildung entstehen, ebenfalls 1 Tag durch die Überarbeitung der Konzeption.
Anmeldung Eine Aufnahme Ihres Kindes ist immer im September, Januar und April möglich. Ein vorheriges Aufnahmegespräch dient dazu, Ihre Fragen zu beantworten. Zudem findet ein einmaliger Informationsabend im Jahr statt, bei dem Sie auch das Kinderhaus besichtigen und unser Team kennenlernen können. Auch ein kleiner Einblick im Kinderhausalltag wird gegeben. Der Anmeldetag für das kommende Kinderhausjahr findet im Frühjahr statt. Für eine Anmeldung unter der Zeit wenden Sie sich an die Leitung.
Kündigung Die Kündigung eines Kinderhausplatzes ist mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende schriftlich zu tätigen. Zu einem Zeitpunkt zwischen dem 1. Juni und dem 31. August ist die Kündigung unter Einhaltung der Frist nur zum Ende des Kindergartenjahres (31.August) möglich. Der Vertrag der Kinder, die im September eingeschult werden, läuft zum 31. August automatisch aus. Kinder, die bereits die Krippe unserer Einrichtung besuchen und in den Kindergartenbereich wechseln, behalten ihren Vertrag mit unserem Haus bei.
Verköstigungen Mittagessen: Der ortsnahe Gastronomiebetrieb der Firma Schinner aus Kemnath, beliefert uns täglich mit frisch zubereiteten und abwechslungsreichen Gerichten. Die Kosten dafür werden monatlich bar von den Erziehungsberechtigten bezahlt.

Brotzeitangebot im Bistro: Frische Zutaten bekommen wir wöchentlich vom Hutzelhof aus Weißenberg im Rahmen des Europäischen Schulobst- und Gemüseprogramms gestellt. Diese werden frisch im Bistro bereit gelegt. So können wir den Kindern täglich frisches Obst und Gemüse zur Brotzeit anbieten. Dazu erhalten wir ebenso vom Hutzelhof abwechselnd einmal im Monat Käse, Milch oder Joghurt.


Räumliche Ausstattung

Wir bieten…

- einen Gruppenraum der Gelben Gruppe mit Aktionsraum - einen Gruppenraum der Blauen Gruppe mit Aktionsraum - einen Gruppenraum der Grünen Gruppe mit Aktionsraum


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Aktionsraum hat bei uns folgende Bedeutung: Themenbezogen, sowie situationsorientiert gestaltet das Personal mit Partizipation der Kinder verschiedene Lernangebote und Aktionen. Dadurch entstehen unterschiedliche themenbezogene und wechselnde Spielecken, die den Bedürfnissen der Kinder angepasst sind.

- ein Kinderbistro

In unserem Kinderbistro kommen alle Kinder der Kindergartengruppen zusammen. Hier wird in gemütlicher Atmosphäre gemeinsam Brotzeit gemacht. Bildlich werden an der Trinkstation die Getränke des Tages aufgezeigt. Es gibt ein Podest für die Kinder, das die Möglichkeit bietet, gemeinsam Essen zuzubereiten. Das Bistro ist als eine Mitmach – Küche konzipiert. Müllvermeidung ist uns ebenfalls ein Anliegen. Daher bitten wir Sie darauf zu achten, ihrem Kind eine möglichst umweltfreundliche und ausgewogene Brotzeit mitzugeben.

- Kindertoiletten für den Kindergarten mit 5 Toiletten und 2 großen Waschbecken, Dusche

- eine Turnhalle mit Geräteraum

Dieser Raum wird von beiden Bereichen, Kindergarten und Krippe, genutzt. Dieser unterstützt einen unserer Schwerpunkte „Bewegung“. Darin sind folgende Turngeräte fest angebracht: Sprossenwand, Kletternetz, Kletterrolle und Reck, ebenso eine Vorrichtung für die Befestigung von verschiedenen Turnmaterialien an der Decke. Im Geräteraum der Turnhalle befinden sich unter anderen Balancefahrzeuge, sowie weitere Turngeräte. Der ansonsten großzügige, lichtdurchflutete freie Raum lädt die Kinder zu abwechslungsreichen Turnstunden ein.

- eine behindertengerechte Toilette - einen Putzraum - eine Bibliothek - eine Garderobe für das Personal mit PC, Kopierer und Papierschrank - ein Büro der Leitung - eine Personaltoilette - einen Personalraum mit verschließbaren Fächern / Schränken - einen Eingangsbereich des Kindergartens mit Garderobe - einen Eingangsbereich der Krippenkinder mit Garderobe

- einen Gruppenraum der Orangen Gruppe mit Schlafraum, Badezimmer und Abstellkammer - einen Gruppenraum der Roten Gruppe mit Schlafraum und Badezimmer

In den Gruppenräumen der Krippen befinden sich Einbauten des Schillingkonzeptes. Der frei gestaltete offene Raum bietet den Kindern viel Bewegung, aber auch Ruhezonen. Die wechselnden Bildungsorte (z.B. Maltisch, Kuschelbereich, Leseort…) werden hier kindgerecht und situationsorientiert angepasst. Der lichtdurchflutete Raum spendet eine gute Atmosphäre, um im Gruppenraum zu lernen, als auch das Geschehen im Garten zu beobachten, zu begreifen und an der Natur teilzuhaben.

- zwischen der Roten und Orangen Krippengruppe einen Aktionsraum, der auch für Brotzeit und Mittagessen genutzt wird

 


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- einen Kindergarten – Garten mit Verbindung zu einem Krippengarten - Lagerraum für Spielgeräte im Gartenbauverein - Außentoilette - einen Keller mit Abstellraum und Waschraum - einen Dachboden - außerhalb des Hauses befindet sich noch ein Fahrrad- und Kinderwagenabstellraum - Eingangs – und Wartebereich für die Eltern, mit freistehender Werkbank


Die Gruppenräume sind nach dem Schilling – Konzept eingerichtet (Bewegung, Motorik).


Tagesstruktur

Tagesablauf im Kindergarten (Blaue, Gelbe und Grüne Gruppe)

6.30 Uhr bis 8.30 Uhr Bringzeit. 6.30 Uhr bis 7.45 Uhr Treffpunkt in der Blauen Gruppe (Früh – Sammelgruppe). Ab 7.45 Uhr beginnt die Freispielzeit in den Stammgruppen. Um ca. 8.30 Uhr findet der Morgenkreis statt.

Zu Beginn der Kernzeit (8.30 Uhr – 12.30 Uhr) findet die Begrüßung statt, unter anderem auch die Erklärung des anstehenden Tagesablaufs, sowie beten, singen… Danach folgt Freispielzeit mit gleitender Brotzeit im Bistro. In dieser Zeit finden auch kreative Angebote, Turnstunden und gruppenübergreifende Aktionen statt.

Von 8.45 Uhr (nach dem Morgenkreis) bis ca. 11.00 Uhr hat unser Bistro geöffnet. Dort treffen sich abwechselnd die Kinder aller Kindergartengruppen.

Um ca. 11.45 Uhr findet Stuhlkreis in den Gruppen bzw. pädagogische Abrundung des Tages statt, sowie anschließende Möglichkeit zum Mittagessen. Ab 12.30 Uhr beginnt die Abholzeit für die Eltern der Kinder aller Kindergartengruppen. Die Gartenzeit wird täglich flexibel gestaltet und wahr genommen. Nach Beendigung der jeweiligen Stammgruppe treffen sich die Nachmittagskinder in der gelben Gruppe, die somit als Sammelgruppe am Nachmittag gilt. Bewegungsangebote im Turnraum oder Garten werden am Nachmittag individuell durchgeführt.

Tagesablauf in der Krippe (Orange und Rote Gruppe)

6.30 Uhr bis ca. 8.30 Uhr Bringzeit. 6.30 Uhr bis 8.00 Uhr Sammelgruppe in der Orangen Gruppe. Um ca. 8.00 Uhr gehen die Kinder der Roten Gruppe in ihr Zimmer. Hier beginnt die Freispielzeit in den Stammgruppen. Zwischen 9.00 Uhr und 9.15 Uhr findet der Morgenkreis mit pädagogischen Angeboten statt, ab ca. 9.30 Uhr gemeinsame Brotzeit (orange Gruppe im Gruppenzimmer und rote Gruppe im angrenzenden Bildungsraum). Nach der Brotzeit beginnen der gezielten Angebote, Freispielzeit, Gartenzeit, Wickelzeit und gleitende Schlafenszeit. Ab ca. 11.45 Uhr gibt es Mittagessen. Dieses wird gruppenübergreifend im Bildungsraum serviert.

 


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Die Abholzeit beginnt täglich um 12.00 Uhr und endet Montag bis Donnerstag um 15.00 Uhr, jedoch am Freitag bereits um 14.00 Uhr. Diese Zeit können die Kinder für das Spielen oder auch für das Schlafen nutzen.

2. Pädagogisches Konzept (Pädagogischer Ansatz)
Bildungsverständnis

Beobachtung und Dokumentation


Die Beobachtung von Lern- und Entwicklungsprozessen ist eine wesentliche Grundlage für unsere pädagogische Arbeit in der Kindertagesstätte. Sie ist Voraussetzung, den Entwicklungsstand zu dokumentieren und Sie, als Eltern darüber zu informieren.


Dazu nutzen wir unterschiedliche Methoden: - während des Freispiels (Sozialverhalten, Spielverhalten,…) - bei gezielten Angeboten (Bilderbuchbetrachtung, Vorschularbeit, Projektarbeit,…) - Einzelbeobachtungen (bei Puzzle / Stecken, Malen,…) - Kleingruppenbeobachtungen (beim Rollenspiel in der Puppenecke…) - spontane Beobachtungen

- Stepfolio (im Kigabereich): dies ist ein spezielles Programm für Tabletts. Es werden mit Hilfe dieses Programms die Beobachtungsbögen geführt.

Es ist uns sehr wichtig, jedes Kind individuell zu beobachten und seine Entwicklungsschritte zu dokumentieren. Dadurch ist es uns möglich, jedes Kind gezielt zu begleiten und zu fördern!

Folgende Dokumentationsunterlagen benutzen wir: – Perik-Bogen (positive Entwicklung und Resilienz im Kindergarten) - Seldak-Bogen (Sprachverhalten deutschsprachiger Kinder) - Sismik-Bogen (Sprachverhalten für Migrantenkinder) - situationsbedingte Beobachtungen - Kindergarten- und Vorschulrallye - Lerngeschichten und Beller Bogen (situativ) in der Krippe - Petermann-Bogen in der Krippe

Bei Tür- und Angelgesprächen, Elterngesprächen und Elternabenden können Sie sich über den Entwicklungsstand Ihres Kindes informieren.

Praktische Anschauungsmöglichkeiten, die Einblick in unsere Arbeit geben: - Ich-Ordner: dort heften wir Gebasteltes, Vorschulblätter und Projektblätter ab - Liederhäuschen an den Krippengruppentüren - Aushänge - Konzeption - Portfolio

 


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Unsere Beobachtungen sind auch in der Zusammenarbeit mit den Schulen, Fachdiensten aus der Lebenshilfe, Gehörgeschädigteninstitut Straubing, Frühförderung, Jugendamt (ASD), Ärzten usw. eine wichtige Gesprächsgrundlage. Mit Ihrer Einverständniserklärung und in Zusammenarbeit mit Ihnen ist es unser Ziel, Ihrem Kind positive Unterstützung in seiner Entwicklung zu geben.


Bild vom Kind


Das Kind ist für uns

ein Individuum liebevoll Geschöpf Gottes

Forscher, experimentierfreudig wissbegierig neugierig

kontaktfreudig natürlich freudig ehrlich

laut offen begeistert freundlich

bewegungsfreudig konzentriert kreativ braucht Grenzen


Aus diesen oben genannten Stichpunkten, sehen wir die Kinder als kreative Erfinder, Künstler, Physiker, Historiker, Philosophen, mitfühlende und emotionale Menschen. Damit sie diese Fähigkeiten ausleben und erfahren können, geben wir ihnen in unserer Einrichtung angemessene Impulse, stellen Räumlichkeiten und verschiedene Spielmaterialien zur Verfügung. Daraus resultiert für uns die Verpflichtung, das Kind als einzigartiges Individuum mit seinen unterschiedlichen eigenen Erfahrungen und Talenten wahrzunehmen, seine Stärken zu erkennen und gezielt Impulse zu geben, die das Kind in seiner Entwicklung fördern.

Der neugeborene Mensch kommt als „kompetenter“ Säugling zur Welt – dies belegen die Gehirnforschung, Säuglingsforschung, die Erforschung von Grundbedürfnissen und die des Ko - Konstruktivismus. Die entsprechenden Forschungsergebnisse sind Teile des Puzzles „Bild vom Kind“. Bereits unmittelbar nach der Geburt beginnt der Säugling, seine Umwelt zu erkunden und mit ihr in Austausch zu treten.

Aktives Kind: Kinder steuern ihre Entwicklung von Anfang an mit. Die Entwicklung findet durch Interaktion mit Erwachsenen und mit anderen Kindern und mit der Umwelt statt.

 


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Kinder gestalten ihre Bildung und Entwicklung von Geburt an aktiv mit und übernehmen hierbei auch Verantwortung.


Gehirnforschung: „Lernen in einer komplexen, anregungsreichen Umgebung“ Es ist wichtig, das Kind in Entdeckungen und Erklärungen ernst nehmen. Dies führt zu Selbstvertrauen, Befriedigung und der Lust auf Herausforderung und Lernen.

Säuglingsforschung: „Theorie und Praxis, wie halten sie sich die Waage?“ Forschungen sind wichtig, aber sollten individuell betrachtet werden.

Grundbedürfnisse: „Die Befriedigung der Bedürfnisse trägt entscheidend zum Wohlbefinden bei.“ Die physischen Bedürfnisse alleine reichen nicht aus.

Ko – Konstruktivismus: „Das Kind bestimmt seine Entwicklung selbst.“ Dadurch werden Kinder in ihrem Bereich zu Forschern und Experten.

Säuglingsforschung (wirkt darauf ein)



Grundbedürfnisse sind zentral, damit Lernen funktionieren kann. Gehirnforschung und Ko – Konstruktion müssen in Wechselwirkung stehen. Säuglingsforschung ist wichtig und wirkt auf alles ein (neue Kenntnisse werden erworben).

Jedes Kind unterscheidet sich durch seine Persönlichkeit und Individualität von andern Kindern, z.B. durch sein Temperament, seine Anlagen, Stärken, Bedingungen des Aufwachsens, seine Eigeninitiative und sein Entwicklungstempo.

Kinder haben auch Rechte. Dies ist universell in der UN – Kinderrechtskonvention verankert. Sie haben ein Recht auf bestmögliche Bildung von Anfang an. Auch haben sie das Recht auf umfassende Mitsprache und Mitgestaltung ihrer Bildung und Entscheidungen.



Gehirnforschung Ko- Ko-Konstruktion Grundbedürfnisse Bedürfnisse

 


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Basiskompetenzen

Personale Kompetenzen

Selbstwahrnehmung Darunter versteht man, wie ein Mensch seine Eigenschaften und Fähigkeiten wahrnimmt und bewertet. Ein hohes Selbstwertgefühl ist die Voraussetzung für die Entwicklung von Selbstvertrauen. Es entsteht, indem sich das Kind in seinem ganzen Wesen angenommen und geliebt fühlt.

Positive Selbstkonzepte Das positive Selbstkonzept ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt: - akademisches Selbstkonzept - soziales Selbstkonzept - emotionales Selbstkonzept - körperliches Selbstkonzept

Wir tragen dazu bei, dass das Kind positive Selbstkonzepte entwickelt, indem wir mathematische, geometrische, sprachliche, geistige und soziale Anregungen geben, Impulse setzen, sowie Spielmaterial zur Verfügung stellen und gemeinsam erarbeiten. Wir stärken das sozial/emotionale Selbstkonzept, indem wir gezielte Gruppen- und Teilgruppenarbeiten anbieten. Im alltäglich strukturierten Tagesablauf, sowie im Freispiel erleben die Kinder sich und andere Personen, gleich welcher Herkunft und Kultur.

Bei regelmäßigen Turn- und Waldtagen, Gartenzeiten, beim Spiel in den Gruppenzimmern und Kleingruppenarbeit lernen die Kinder ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern und auszutesten. Im Kinderhaus tragen wir im hohen Maße dazu bei, dass Kinder sich für wertvoll halten, indem sie beispielsweise an ihrem Geburtstag eine besondere Rolle in der Gruppe bekommen. Wir führen wertfreie Gespräche über die verschiedenen Familienkonstellationen und stärken die Kinder in ihrem respektvollen und freundlichen Verhalten zueinander.

Motivationale Kompetenzen Hierzu zählen Autonomie und das Erleben von Kompetenzen, selbstwirksam werden, sich selbst regulieren, Neugier und individuelle Interessen entwickeln. Wir geben den Kindern die Freiheit und den Raum, den Alltag größtenteils selbstgesteuert zu bewältigen und zu gestalten. Bei Kinderkonferenzen und Partizipation im Gruppenalltag können die Kinder selbst entscheiden, wie sie ihre eigene Meinung vertreten können und was sie spielen möchten. Im Kindergartenbereich zum Beispiel entscheiden sie selbstständig, in welchem Zeitrahmen sie das Bistro besuchen. In der Kinderkrippe, bei gemeinsamer Brotzeit, werden die Kinder täglich von pädagogischen Fachkräften motiviert, ihre Tasche, Teller und Tasse zu holen und ihre Brotzeit auszupacken. In beiden Bereichen bestärken wir sie durch Lob und Anerkennung selbstwirksam zu werden. Wir unterstützen die Kinder und helfen ihnen, ihr Verhalten zu reflektieren. Die Neugier der Kinder, speziell beim regelmäßigen Forschen, sowie im teiloffenen Konzept und bei wechselnden Spielmaterialien wird somit geweckt.


Kognitive Kompetenzen Die Wahrnehmung des Kindes durch Sehen, Tasten, Hören, Schmecken und Riechen ist grundlegend für Erkennens-, Gedächtnis- und Denkprozesse. Unter diesen Bereich fallen Fantasie und Kreativität, Denkfähigkeit, Problemlösefähigkeit, Gedächtnis und differenzierte Wahrnehmung.
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Bei z.B. Bilderbuchbetrachtungen, Wahrnehmungsspielen und mit Gestaltungsmaterial, sowie Inklusionsspielen und Mutmachversen werden diese Bereiche und Prozesse gefördert. Im Alltag, bei auftretenden Konflikten lernen die Kinder, diese zu lösen und damit umzugehen.

Physische Kompetenzen Darunter fallen Grob- und Feinmotorische Kompetenzen wie Geschicklichkeit, Körperbeherrschung und Ausleben des Bewegungsdrangs. Auch das Verantwortungsbewusstsein für den eigenen Körper, Ernährung, Hygiene und Sauberkeitserziehung werden bei uns vermittelt. Das erreichen wir durch z.B. regelmäßige Turn- und Waldtage, das monatliche Kochen und das Bereitstellen von Balance-Fahrzeugen im Gruppenalltag.


Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext

Soziale Kompetenzen Dazu gehören der Beziehungsaufbau zwischen Kind und Erzieher und auch der Beziehungsaufbau der Kinder untereinander. Bei Rollenspielen versetzen sich die Kinder in verschiedene Situationen und Personen. So verarbeiten sie erlebte Ereignisse und schulen ihre Empathie. Die Kinder bemerken, wenn jemand traurig ist, verstehen das Gefühl und können die Situation klären. Sie verständigen sich untereinander, nicht nur durch Sprache, sondern auch durch Mimik und Gestik. Das fördert die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, sowie das Konfliktmanagement und das Einhalten von Kommunikationsregeln (z.B. andere ausreden lassen, zuhören). Projektarbeit, Themenräume, Mitbestimmung bei der Auswahl von Spielen und Büchern gehören zu einigen Möglichkeiten dies zu erlernen.

Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenzen Sensibilisierung von Andersartigkeit und Anderssein. Die Kinder sind sich bewusst, dass jeder unterschiedlich ist, wir aber trotzdem zusammengehören. Kinder lernen am Modell und orientieren sich am Vorbild. Im Kinderhaus werden unterschiedliche Kinder aus den Gruppen zusammengeführt, um verschiedene Wahrnehmungsspiele, Mutmachverse und Klangspiele zu erleben. Es ist uns sehr wichtig, dass sich Kinder unterschiedlicher Herkunft in verschiedenen Situationen erleben und aushalten lernen. Gerade Kinder mit emotionalen Auffälligkeiten sollen bei uns eine „Normalität“ erfahren und sich in der Gemeinschaft angesehen fühlen. Außerdem wird den Kindern in ihrer Stammgruppe im sozialem Miteinander (Konflikt, Emotionalität) wenn nötig Hilfe angeboten. Bei den Beobachtungen und der daraus folgenden pädagogischen Arbeit legen wir sehr viel Wert auf die Stärken und wollen nicht die Schwächen thematisieren. Bei unseren Inklusionsspielen gibt es keine Gewinner, aber auch keine Verlierer. Bei uns gewinnt das WIR.

Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme Dazu gehört die Verantwortung für das eigene Handeln, Verantwortung anderen Menschen gegenüber und Verantwortung für Umwelt und Natur zu übernehmen. Wir bestärken die Kinder Vorbild zu sein, bei z.B. gegenseitigen Besuchen und durch das teiloffene Konzept. Dadurch lernen sie, ihr Verhalten anderen gegenüber kontrollieren zu können und sich für z.B. Schwächere und Benachteiligte einzusetzen. Durch monatliche Waldtage und Spaziergänge lernen die Kinder, die Natur zu schätzen und zu schützen. Unser Haus hat das Zertifikat „Ökokids“ erhalten. Nachhaltigkeit spielt für uns eine große Rolle. Wir legen besonderen Wert auf Mülltrennung im Bistro, sowie im Krippenbereich.


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Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe Hierzu zählen Akzeptieren und Einhalten von Gesprächs- und Abstimmungsregeln und Einbringen und Überdenken des eigenen Standpunktes. Das pädagogische Personal bereitet die Kinder in der Verantwortung auf die demokratische Gesellschaft vor, indem sie bei Entscheidungsfindungen und Konfliktlösungen, Kinderkonferenzen und Gesprächsrunden, Mitbestimmung und Mitsprache erfahren. Positives Verhalten wird bestärkt und hervorgehoben. Die Kinder werden ermutigt, Entscheidungen zu treffen, Kompromisse einzugehen und andere Meinungen zu akzeptieren.



Lernmethodische Kompetenz

Lernmethodische Kompetenz – Lernen, wie man lernt Die lernmethodische Kompetenz baut auf vielen verschiedenen Basiskompetenzen auf, wie z.B. Denkfähigkeit, Gedächtnis, Kreativität, Werthaltungen, moralische Urteilsbildung, Verantwortungsübernahme, Kommunikationsfähigkeit. Beispielsweise bei den Projektarbeiten, sowie auch schon im alltäglich strukturierten Tagesablauf und durch verschiedene pädagogische Aktivitäten werden Teilaspekte zu einem Ganzen zusammengefügt. Somit gibt es für die Kinder eine Leitlinie, an der sie sich orientieren. Es finden wiederkehrende Rituale statt, wie z.B. Begrüßungslieder, Fingerspiele, kreative Angebote, Sprechverse, Bilderbuchbetrachtungen. Im Freispiel wird die Kreativität und die Kommunikation gefördert, jedoch auch die Verantwortungsübernahme anderen Kindern gegenüber. Im Rollenspiel, in verschiedenen Spielecken, Spielregalen, beim teiloffenen Konzept, beim wöchentlichen Forschen sowie in unseren Bildungsräumen, wird den Kindern ermöglicht, selbstständig und eigenständig ihre Kompetenzen auszubauen.
Kompetenter Umgang mit Veränderungen und Belastungen

Widerstandsfähigkeit (Resilienz) Resilienz baut sich auf den Grundlagen für eine positive Entwicklung, Gesundheit, Wohlbefinden und hohe Lebensqualität auf und ist der Grundstein für einen kompetenten Umgang mit individuellen, familiären und gesellschaftlichen Veränderungen und Belastungen. Im Kinderhaus erfahren die Kinder eine gleichberechtigte Behandlung, egal welcher Herkunft, Kultur oder familiärer Konstellation sie sind. Sie erlernen beispielsweise mit Stresssituationen zurechtzukommen und fühlen sich in ihrem positiven Verhalten bestärkt.



Rolle des Erziehers

Unser Bild vom Kind erfordert bestimmte Herangehensweisen. Eine qualitative Haltung im Umgang mit den Kindern ist uns wichtig. Dies äußert sich durch:


- Feinfühligkeit/ Empathie hoher Stellenwert

- Emotionale Zuwendung

 


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Bindungsbeziehung eingehen, nur dann kann Bildung statt finden

- Sicherer Hafen sein Schutz, Freiraum, Grenzen, Strukturen

- Kraft geben und unterstützen Rückzugsmöglichkeiten bieten

- Neugierige Erzieherin nicht nur aus Erfahrung handeln, sondern auch neues Wissen einbringen und reflektieren, ob z.B. Angebote auf das Kind passen oder nicht. Ist das Bedürfnis befriedigt?

- Kooperative Erzieher Zusammenarbeit mit dem gesamten Kinderhaus

- Kinder brauchen eine bildende Fachkraft Selbstbildungsprozesse beobachten und aufgreifen, sich mit den Kindern auf den Weg machen

- Wertebewusste Erzieher Kinder brauchen positive Modelle, so setzen sie sich mit Werten auseinander


Offenheit gegenüber soziokultureller Unterschiede
Familienvielfalt, Milieus Alle verschiedenen und unterschiedlichen Familienformen sind in unserem Kinderhaus herzlich willkommen. Wir sind eine familienunterstützende Einrichtung, in der alle Nationalitäten gleichwertig wahrgenommen werden.

Bei uns in Immenreuth ist das SOS – Kinderdorf Oberpfalz beheimatet. Die Kinder leben dort in familienähnlichen Strukturen.


Interkulturelle und altersgemischte Gruppen Das Konzept der integrativen Bildung und Erziehung hat sich international durchgesetzt. Es sieht vor, dass alle Kinder, d.h. deutsche Kinder, Kinder mit Migrationshintergrund, Kinder mit Behinderung, Kinder mit erhöhten Entwicklungsrisiken und Kinder mit besonderen Begabungen nach Möglichkeit die selbe Bildungseinrichtung besuchen und gemeinsames Leben und Lernen erfahren.

Viele Migranten sind im Ort untergebracht. Die Mädchen und Jungen aus diesen Familien werden in das Gruppengeschehen inkludiert.

Unsere Gruppen sind in der Krippe und im Kindergarten altersgemischt. In der Krippe sind Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahren und im Kindergarten von 3 bis 6 Jahren.

Das Prinzip der inneren Differenzierung ermöglicht es, auf die individuellen Unterschiede der Kinder einzugehen und jedes einzelne Kind bestmöglichst in seiner ganzheitlichen Entwicklung zu begleiten.

 


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Diese lassen sich durch systematische Beobachtungen seiner Lern- und Entwicklungsprozesse erkennen.
Auseinandersetzung mit Sprache und Kulturkreis Mehrsprachigkeit, sowie interkulturelle Kompetenzen helfen Kindern, sich zu weltoffenen Persönlichkeiten zu entwickeln. Die Kinder werden neugierig auf andere Kulturen und lernen Andersartigkeit zu achten. Dies unterstützen wir durch themenbezogene Projekte (Reise durch die Welt) wie auch im Alltag. Bei einer Geburtstagsfeier z.B. gratulieren wir in der Muttersprache des Kindes.

Pädagogische Haltung (Handlungskonzept)
Partizipation und Mitsprache der Kinder Kinder haben von Geburt an Rechte, diese sind u.a. in der UN – Kinderrechtskonvention festgeschrieben. Ein grundlegendes Recht ist das Recht auf Partizipation.

„Partizipation“ bedeutet Beteiligung im Sinne von Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbestimmung.

Die Partizipation ist ein Kernelement unserer Bildungspraxis und ein wesentlicher Schlüssel für Bildung und Demokratie. Kinder haben bei uns das Recht, an Entscheidungen entsprechend ihrem Entwicklungsstand beteiligt zu werden. Diese zeigen sich im pädagogischen Alltag wie folgt: Die Kinder gestalten die Freispielzeit selbst mit. - Anklammern ihres Fotos an eine Spielecke - Wählen eines Spielpartners - Übernehmen von lebenspraktischen Diensten - Wahl des Spielmaterials - Umsetzung von Kinderkonferenzen (Ändern einer Spielecke, wechselndes Spielmaterial) - Umgestaltung der Raumaufteilung - Besuch des Kinderbistros Beim Mittagessen dürfen die Kindergartenkinder die Speisen selbst portionieren. In Sing- und Spielkreisen, z.B. durch eine Box oder Vorschläge der Kinder wählen sie eigenständig Lied-, Spiel-, oder Gebetsgut. Zudem haben sie die Möglichkeit der Beschwerde in persönlichen Angelegenheiten. Dies wird im Punkt Beschwerdemanagement genauer erläutert.
Kinderkonferenz In den Kinderkonferenzen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen einberufen werden, dürfen die Kinder ihre Wünsche, Bedürfnisse, Vorstellungen und Interessen vor der Gruppe aussprechen und mit der Gruppe zu einer gemeinsamen Entscheidung kommen. Die Kinder kommen beispielsweise im Kreis zusammen und es werden unterschiedliche Themen eines Projektes hinterfragt. Durch Abstimmung und Interessen wird das Thema festgelegt und durchgeführt. So kommt jedes Kind nacheinander zum Zug.



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Ziele, die sich in unserer Einrichtung im Rahmen der Partizipation ergeben sind:


Selbstbewusstsein Resilienz Selbstbestimmung

Selbstwahrnehmung Finden von Lösungsstrategien Autonomie


Wertschätzung Feinfühligkeit Empathie Verantwortungsbewusstsein


demokratisches Denken Eigeninitiative



Inklusion (Behinderung, drohende Behinderung, Migration) Wir sind offen für alle Kinder. Unabhängig von ihren unterschiedlichen Voraussetzungen, wie z.B. Geschlecht, Herkunft, Lern- und Entwicklungstempo, Behinderung, werden sie von unserem Team individuell und ganzheitlich unterstützt. Für unser Team ist es normal, dass Kinder verschieden sind. Inklusive Pädagogik heißt für uns dafür Sorge zu tragen, dass alle Kinder ihr verbrieftes Menschenrecht auf adäquate Bildung und auf Erreichung ihres individuell höchstmöglichen Bildungsziels wahrnehmen können, um ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben zu führen.

Dazu trägt insbesondere unsere Inklusionsfachkraft bei. Diese begleitet, stärkt, unterstützt und fördert die Kinder aus jeder Gruppe im Tagesablauf. In Kleingruppen geht sie gezielt und individuell auf die betroffenen Inklusionskinder ein, so dass diese Kinder nicht das Gefühl bekommen, stigmatisiert und ausgegrenzt zu werden.






In unserer Einrichtung sind alle Menschen mit Migrationshintergrund, Kulturen und Religionen willkommen.

Unsere Einrichtung orientiert sich am BEP (Bayrischer Bildungs- und Erziehungsplan). Durch eine Leistungsvereinbarung nach dem Bayrischen Rahmenvertrag nach § 79 Abs. 1 SGB XII, die der Träger mit dem zuständigen Bezirk eingeht, werden Kinder mit Behinderung oder welchen von Behinderung bedrohten in unserem Kinderhaus Eingliederungshilfe angeboten und gegeben. All dies wird mit Absprache der Eltern gemacht. In dieser Leistungsvereinbarung sind die rechtlichen Grundlagen geregelt und es gibt bestimmte Regelungen, was Personalausstattung, den Fachdienst und die Sachausstattung betrifft.





Grundsätzliches Ziel der interkulturellen Erziehung ist die Integration von Kindern mit verschiedenen kulturellen Hintergründen.

 


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Ziele:

- Wertschätzung und Respekt für Kultur und Menschenentwicklung - Konflikte, die sich aus der Verschiedenheit ergeben konstruktiv und friedlich lösen - Kennenlernen von anderen Kulturen und Religionen. Wir erleben verschiedene Kulturen als Bereicherung.

Kinder mit Behinderung oder solche, die von einer Behinderung bedroht sind, können in Wohnortnähe Kindertageseinrichtungen entsprechend ihres individuellen Hilfebedarfs nach Möglichkeit gemeinsam mit Kindern ohne Behinderung besuchen, in denen sie betreut und gefördert werden, um ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen. Die integrativen Angebote in Kindertageseinrichtungen beinhalten ganzheitliche und begleitende Leistungen in den Bereichen Förderung, Betreuung und gegebenenfalls Pflege, Bildung und Erziehung. Unter folgenden gesetzlichen Bestimmungen können Förderleistungen erbracht werden:

- Sozialgesetzbuch – XII Sozialhilfe - Bayerischer Rahmenvertrag zu §60 des SGB XII - Sozialgesetzbuch – SGB VIII Kinder und Jugendhilfe - Bayrisches Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG)

Die Kindertageseinrichtung weist die gesetzlichen Vertreter (Eltern, Sorgeberechtigte) darauf hin, dass vor der Aufnahme in die Kindertageseinrichtung beim zuständigen Leistungsträger ein Antrag auf Kostenübernahme der Eingliederungshilfeleistung einzureichen ist.


Wohl des Kindes (Schutzauftrag) Beim Schutzauftrag unterliegen und setzen wir die Regelungen der Umsetzung und der Verpflichtung gemäß § 72a SGB VIII. Dies setzen wir wie folgt um:
Kinderschutz Nach § 8a Sozialgesetzbuch sind wir verpflichtet, bei Gefährdung eines von uns betreuten Kindes eine Gefährdungseinschätzung in folgenden Bereichen vorzunehmen und gegebenenfalls auch mit dem Jugendamt zusammenzuarbeiten. Die Bereiche sind: - Gefährdung des Kindeswohls - erhöhtes Entwicklungsrisiko - Suchtgefährdung


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3. Schlüsselsituationen

Gestaltung von Übergängen

Das Kind erlebt in seiner Kinderhauszeit bis zu drei Übergänge.

Zum Ersten kann das der Übergang vom Elternhaus in die Kinderkrippe, Kindergarten sein, des Zweiten von der Kinderkrippe in den Kindergarten und zuletzt der Wechsel vom Kindergarten in die Schule.

Durch Feinfühligkeit wird das Kind unterstützt, die ersten außerfamiliären Trennungen (Transitionen) zu bewältigen. Wir geben dem Kind Zeit und Ruhe, mit Begleitung in der Eingewöhnungsphase die Einrichtung kennen zu lernen und zum „Neuen“ (Personen, Umgebung) eine Bindung und Beziehung aufzubauen. Eine bewusste Trennung zum bekannten „Anker“ erfolgt erst nach ausführlicher Beobachtung und in Absprache mit der Begleitperson des Kindes. Natürlich kann sich die Eingewöhnung nach der Individualität des Kindes verändern und unterschiedlich dauern. Es ist wichtig, dass jeder seine Rolle in der Eingewöhnungszeit kennt. Deshalb sind Vorgespräche zwischen Erzieher und Eltern wichtig. Ein guter Übergang ist der Grundstein für mögliche Bildungsprozesse des Kindes. Ein Kind, das gut in der Einrichtung angekommen ist, kann sich auf den Weg machen und sich weiter entwickeln.

Eingewöhnung Bei der Eingewöhnung tasten wir uns langsam, mit sanften und kleinen Schritten, mit dem Kind an die neue Situation heran. Eine feste Eingewöhnungsperson begleitet das Kind über einige Tage/ Wochen intensiv in die neue Gruppe. Die Länge der Eingewöhnung richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen des Kindes.

Vom Elternhaus in die Krippe: In einem Vorgespräch werden die Eltern über die Gruppenzugehörigkeit, Eingewöhnungsbegleitung und sonstige wichtige Informationen zur Eingewöhnung informiert. Ein reger Austausch mit den Eltern ist uns wichtig. Sinnvoll für den Beginn der Eingewöhnung ist ein Montag, somit kann eine zusammenhängende Woche zum Einfinden genutzt werden. Unsere Eingewöhnung lehnt sich an die Eingewöhnungsschritte des Berliner Modells an. Hierbei wird individuell auf das Kind eingegangen.

Der Ablauf in der 1. Woche ist strukturiert in Kennenlernen (ca. 1-3 Tage), erste Trennung (ca. 3. oder 4. Tag) und Ausweiten der Betreuungszeit. Bei der ersten Trennung (ca. 20 Min.) empfehlen wir, dass die Bezugsperson des Kindes in der Einrichtung bleibt, damit wir die Trennung auch frühzeitig beenden können, wenn das Kind damit noch nicht umgehen kann. Je nach Verlauf der ersten Eingewöhnungstage und der ersten Trennung werden mit den Eltern die Eingewöhnungsschritte besprochen. In der Regel dauert die Eingewöhnungszeit ca. 2 Wochen. Dazu gehören auch das Gewöhnen an neue Rituale, Tagesabläufe und die Übernahme der gewohnten Abläufe in die neue Situation, z. B. schlafen, wickeln.

Vom Elternhaus in den Kindergarten: Am seinem ersten Tag im Kindergarten bleibt das Kind ca. 1 Stunde mit Begleitung einer Vertrauensperson. Ab dem zweiten Tag, bzw. individuell auf die Bedürfnisse des Kindes bezogen, bleibt das Kind ohne elterliche Begleitung in der Gruppe. Die Kinder werden intensiv von uns

 


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betreut und begleitet. Die Dauer des Kindergartenaufenthalts verlängert sich von Tag zu Tag und wird individuell an jedes Kind angepasst.


Übergänge innerhalb der Einrichtung

Die Umgewöhnung von der Krippe in den Kindergarten beginnt ca. 2 Wochen vor dem ersten Tag im Kindergartenbereich. Die Eltern bekommen in einem Gespräch, ca. 6 Wochen vor dem Kindergartenstart Bescheid, wie die Umgewöhnung abläuft, welche Gruppenzugehörigkeit das Kind hat und welches Krippenpersonal dem Kind hierbei Unterstützung gibt. Das Kind wird von diesem begleitet. Es besucht in regelmäßigen Abständen die Kindergartengruppe und gewöhnt sich immer mehr an die neuen Rituale, Räumlichkeiten, Kinder und an das Personal. Am Ende dieser Zeit wird das Kind in der Krippe mit einer kleinen Feier verabschiedet. In einen Koffer werden alle persönlichen Utensilien des Kindes von der Krippenzeit eingepackt. Nach der Verabschiedung begleitet die Krippengruppe das Kind in seine neue Kindergartengruppe. Dort wird es feierlich im Kreis empfangen. Durch das teiloffene Konzept hat das Kind schon vor der Umgewöhnung die Möglichkeit, das Personal, die Räume und auch die anderen Kinder kennenzulernen. Somit kann es sich schon mit den Abläufen vertraut machen und die Eingewöhnung wird dadurch erleichtert.
Schuleintritt Die Umgewöhnung vom Kindergarten in die Schule erfolgt im letzten Kindergartenjahr als Vorschulkind. Der Kindergarten kooperiert engmaschig mit der Schule und mit den Eltern im Rahmen des Vorschulprogramms. Dazu gehören z.B. die Schulhausrallye und eine Schulstunde. Die erste Klasse und ihre Lehrerin besuchen den Kindergarten. So wird den Vorschulkindern der Übergang erleichtert.

Tagesstruktur

Freispiel Die Freispielzeit bietet verschiedene Möglichkeiten des Spiels. Hier kann das Kind seine Spielform selbst und spontan gestalten.

Freispiel bedeutet selbstbestimmtes Spiel und ist ein wesentlicher Bestandteil für die ganzheitliche Entwicklung des Kindes.

In der pädagogischen Kernzeit spielt die Freispielzeit eine wichtige Rolle. Das Personal gibt den Kindern Impulse, um in dieser Zeit selbstorganisiert lernen zu können. Im Freispiel werden alle Kompetenzen angesprochen, erweitert und gestärkt.

Hierbei ist ein großer Punkt die Partizipation (Mitbestimmung) der Kinder. Sie gestalten einen großen Teil des Alltags mit ihren eigenen Ideen und Wünschen. Eine wichtige Aufgabe des Personals ist es durch Beobachtungen eine vorbereitete Umgebung zu schaffen.

„Der spielt doch bloß“ - Bedeutung des Spiels in unserer Einrichtung für unsere pädagogische Arbeit.

 


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In unserer Einrichtung wird sehr darauf geachtet, Spiele für beide Geschlechter zur Verfügung zu stellen. Jedem Kind steht jedes Spielangebot offen, das altersentsprechend und individuell genutzt werden kann.

Dem Rollenspiel wird eine große Bedeutung beigemessen. Deshalb bieten wir vielfältiges Material für Rollenspiele an. Im Spiel lernt das Kind beobachtete Situationen selbst auszuprobieren, verarbeitet Gesehenes und Erlebtes und erweitert eigene Fähigkeiten.

Folgende weitere Spielmöglichkeiten zur kindlichen Entwicklung sind in unserer Einrichtung gegeben:

- Lerntabletts (verschiedene pädagogische Angebote werden auf einem Tablett angeboten. z.B. Wasser schütten) - Brett- und Regelspiele - Konstruktionsmaterial (Steckspiele, Magnetbausteine…) - Kreative Spiele (malen, basteln, kleben,…) - Schilling-Einbauten (Bewegung, Rollenspiel) - unterschiedliche Ecken (Bauecke, Bauernhof, Puppenecke, Kaufladen...)


Morgenkreis, Stuhlkreis, Kinderkonferenzen Jede Kindergartengruppe gestaltet seinen Morgen – bzw. Stuhlkreis individuell. Die wesentlichen Bestandteile sind hierbei das Begrüßen und das Willkommenheißen der Kinder. Der Gemeinschaftssinn wird gefördert, der Tag besprochen oder die vergangene Zeit reflektiert. Das Beten und Singen sind auch wichtige Punkt in unserer pädagogischen Arbeit. Die Kinder haben beim Zusammenkommen auch den Raum und die Möglichkeit, Erlebtes wiederzugeben. Uns ist wichtig, dass die Kinder ihr Mitteilungsbedürfnis befriedigen dürfen. Dadurch wird das Wir – Gefühl gestärkt. Regelmäßig werden im Kindergarten Kinderkonferenzen durchgeführt. Die Kinderkonferenz ist eine Möglichkeit, Kinder am Einrichtungsleben zu beteiligen. Kinder können dabei ihre Themen, Fragen, Ideen und Anliegen einbringen. Die Themen werden aufgegriffen, diskutiert, umgesetzt und weiterentwickelt. Je nach Alter der Kinder übernimmt eine Erzieherin oder ein Kind die Moderation.

Zur Themenfindung erleben die Kinder eine demokratische Teilhabe. Sie haben die Möglichkeit ihre Meinung zu äußern. Dies erfordert Kompromiss- und Konfliktbereitschaft.


Die von uns verfolgten Ziele unserer pädagogischen Arbeit werden im Punkt “Themenbezogene Bildungs- und Erziehungsbereiche“ erläutert.


Projekte und Lernangebote Ein Projekt ist ein zielorientiertes, offen geplantes pädagogisches Vorhaben zu einem bestimmten Thema. Ein Projekt kann innerhalb von verschiedenen pädagogischen Konzepten umgesetzt werden. Ausgangspunkt sind aktuelle Themen der Kinder. Aufgabe der Erzieherin ist es, die Themen der Kinder genau zu beobachten und auf dieser Grundlage eine Analyse der Situation vorzunehmen. Häufig werden entwicklungsspezifische Themen oder Interessen der Kinder zum

 


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Ausgangspunkt von Projekten, wie z.B. „Ich bin ich und du bist du“, „mein Körper“, „ich bekomme eine Schwester“ etc. durchgeführt.

Einige Bildungsthemen orientieren sich am Jahresablauf. Das ergibt, dass bestimmte Themen von pädagogischen Fachkräften vorgegeben werden. Auch im Alltag finden didaktische Einheiten statt, bei dem pädagogische Ziele verfolgt und hier die Aktivitäten und Methoden zu einem Thema angeboten werden.

Projekte finden sowohl gruppenintern als aus gruppenübergreifend statt. Im Rahmen der Vorschularbeit nehmen Kinder an Projekten teil, z.B. Projekttag der Großen, Vorschulprojekt.

Nicht nur Vorschulkinder erleben Projekte. Gruppen- sowie altersübergreifende Aktionen werden allen Kinder angeboten.


Körper und Gesundheit
Mahlzeiten und Ernährung Im Kindergarten treffen sich die Kinder zur gleitenden Mahlzeit im Bistro. Jedes Kind kann nach seinem eigenen Hungergefühl entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist. Eine Fachkraft ist anwesend, begleitet die Kinder und gibt Hilfestellung. Saftschorle aus der Region, Wasser und Tee werden den Kindern täglich angeboten. Milch gibt es zusätzlich an den „M“-Tagen (Montag und Mittwoch). Frisches Obst und Gemüse wird wöchentlich vom Hutzelhof angeliefert, welches täglich mit den Kindern frisch zubereitet wird. Das trägt zur bewussten und gesunden Ernährung bei. Die Kinder erleben Gemeinschaft und Esskultur. Dazu gehören u.A. hygienische Maßnahmen. Die Selbständigkeit und der lebenspraktische Bereich werden durch das eigenverantwortliche Tischdecken und das anschließende Aufräumen gefördert. Die sozialen Beziehungen werden verstanden und gepflegt. Beim Zubereiten der Speisen wird das Gemeinschaftsgefühl gestärkt.

Beim Mittagessen der Firma Schinner aus Kemnath wird darauf geachtet, dass die Kinder ihre Portionsgröße selbst nehmen und bestimmen.

Während des ganzen Tages stehen den Kindern Trinkstationen zur Verfügung, an denen sie sich jederzeit bedienen können.

Der Tagesablauf wird situationsorientiert gestaltet. Dadurch kommt es vor, dass in den Sommermonaten z.B. auch auf der Terrasse gespeist wird. Je nach individueller Gruppensituation kann die Brotzeit auch in den eigenen Gruppenräumen erfolgen.

In der Krippe wird gemeinsam gegessen, um Sicherheit und Esskultur zu verinnerlichen. Das Beten ist ein wichtiger Bestandteil bei Tisch. Die Selbständigkeit und der lebenspraktische Bereich werden hier durch das eigenverantwortliche Tischdecken und das anschließende Aufräumen gefördert. Die sozialen Beziehungen werden verstanden und gepflegt.

Die Kinder haben zusätzlich die Möglichkeit, sich am frisch zubereiteten Obstteller zu bedienen. Wir bieten als Getränke Tee, Wasser und regionalen Saft (als Schorle) an.

 


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Das Mittagessen liefert auch hier die Firma Schinner. Dies findet gemeinsam im Bildungsraum der Krippen statt.

Während des ganzen Tages stehen den Kindern Trinkstationen zur Verfügung, an denen sie sich jederzeit bedienen können.


Entspannung, Ruhe, Schlafen Im Kindergarten finden Entspannung, Ruhe und Schlafen individuell auf das Kind angepasst statt. Die Kinder haben die Möglichkeit, sich im Schlafraum der Krippe auszuruhen, bzw. zu schlafen. Dies geschieht in Absprache mit den Eltern, jedoch auch dem Empfinden des Kindes und der Gemütslage entsprechend. Jede Kindergartengruppe bietet allen Kindern die Möglichkeit an sich zurück zu ziehen, um dem Bedürfnis nach Ruhe und Entspannung nach zu kommen, z. B. Kuschelecke, Bücherecke, Hängematte.

Gerade in der Krippe ist das Schlafen ein bedeutsamer Schwerpunkt. Mit genug Schlaf und Ruhezeiten können sich die Kinder entsprechend entwickeln. Jedes Kind braucht unterschiedliche Zeiten, um sich auszuruhen und sich zu erholen. Durch unsere offenen Schlafenszeiten geben wir den Kindern die Möglichkeit, individuell auf die Schlafbedürfnisse und Rituale einzugehen.

Die Kinder haben in unseren Schlafräumen ein eigenes Bett. Die Bettwäsche wird vom Kinderhaus gestellt. Diese wird zuhause im 14 - tägigen Rhythmus von den Eltern gewaschen und wieder mitgebracht. So bekommen die Kinder beim Schlafen ein Gefühl von Geborgenheit. Kuscheltiere oder Spieluhren, die ihnen vertraut sind und einen sicheren Halt geben, dürfen gerne von zuhause mitgebracht werden.

Um die Aufsichtspflicht zu garantieren, sind in unseren Schlafräumen Kameras angebracht. Die Videoüberwachung bietet Sicherheit, weil die Kinder im Schlaf rundum beobachtet werden können. Außerdem schauen wir in regelmäßigen Abständen persönlich in den jeweiligen Schlafraum.


Körperpflege Die Kinder sollen über die tägliche Körperpflege ein gesundes Verhältnis zu Sauberkeit entwickeln und sich in ihrem eigenen Körper wohlfühlen. Während der täglichen Pflege vor und nach den Mahlzeiten, vor dem Toilettengang oder dem Spiel ist es wichtig, dass sich die Kinder regelmäßig Hände und das Gesicht waschen. Spiegel dienen in den Waschräumen zur Selbstwahrnehmung. Die Pflegeschritte werden auch immer wieder vom Personal sprachlich begleitet und erklärt. Dies führt zu einer bewussten Körperwahrnehmung.
Sauberkeitserziehung In unseren separaten Sanitärräumen der Krippen findet die Wickelzeit statt. Es wickelt je eine Bezugsperson, die sich mit viel Zeit und Aufmerksamkeit dem Kind widmet. Jedes Kind hat bei unserem Wickelplatz eine Schublade, die mit seinen persönlichen Pflegemitteln, Windeln, Handtüchern und Wechselwäsche bestückt ist. Gekennzeichnet ist diese Schublade mit dem Garderobensymbol des Kindes.

 


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Wir achten die Intimsphäre der Kinder sehr und gestalten die Pflegesituation ruhig und sensibel. Gewickelt wird mindestens einmal am Tag, bei Bedarf auch öfter. Falls notwendig, bietet unser Sanitärraum die Möglichkeit das Kind zu waschen, zu duschen und zu baden. Besonders sensibel ist der Übergang zum Sauberwerden. In dieser Phase ist uns der offene und regelmäßige Austausch mit den Eltern besonders wichtig, damit wir den Weg behutsam und gemeinsam begleiten können. Wir gehen mit den Kindern zur Kindertoilette, geben Hilfestellungen und wechseln die Kleidung bei Bedarf.

Jedes Kind hat sein eigenes Tempo und seinen eigenen Zeitpunkt, „sauber“ zu werden. Für uns hat es höchste Priorität, diesen Weg fürsorglich und ohne Druck zu gestalten.



Interaktion
Konfliktfähigkeit / Lösungsorientiertes Handeln In Kindergruppen treten natürlich auch Konflikte auf. Diese können durch das Erlernen von Konfliktlösetechniken (z. B Kompromisse finden, Distanzieren) geklärt werden. Das pädagogische Fachpersonal vermittelt lösungsorientiert zwischen den Kindern, lässt aber auch Raum für eigene Entscheidungen. Das Personal greift bei Gefährdung der Kinder angemessen ein.
Regelverhalten Auch schon im jungen Alter lernen die Kinder Regeln kennen und sich an diese zu halten. Dies ist ein wichtiger Punkt, um in späteren Lebensjahren dafür gewappnet zu sein und damit zurecht zu kommen.

Die Regeln bei uns im Kinderhaus werden den Kindern erklärt oder gemeinsam mit den Kindern erarbeitet. Das Ritual „Aufräumen“ wird schon in der Krippe durchgeführt. Die Kinder halten sich daran und erleben, dass es gemeinsam sogar Spaß macht.

Eine Regel, die an das teiloffene Konzept anknüpft, ist das selbstständige An – und Abklammern des eigenen Fotos an das Bild, das für den „Wunschplatz“ (Spielecke, Bistro, andere Gruppe, Turm) vorgesehen ist. Wenn alle Positionen belegt sind, darf kein Bild mehr angeklammert werden. Damit jedes Personal weiß, wo sich die jeweiligen Kinder befinden, ist diese Regel sehr wichtig in unserem Haus. Wertschätzung ist uns sehr wichtig. Daher sehen wir es nicht gerne, wenn in unserer Einrichtung gebissen und geschlagen wird. In diesen Situationen nehmen wir das Kind heraus, nehmen Augen – und Körperkontakt auf und gehen in eine Interaktion mit ihm. Dabei suchen wir das Gespräch, in dem sich das Kind über sein Verhalten bewusst wird, darüber nachdenkt und Lösungen findet. Bei jüngeren Kindern, die sich noch nicht richtig verbal verständigen können, steht die Mimik und Gestik beim Konfliktlösen im Vordergrund.



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Beschwerdemöglichkeit / Beschwerdeleitfaden Im Zuge der gelebten Partizipation kommt es automatisch vor, dass Beschwerden auftreten. Kinder sollen die Möglichkeit haben sich zu positionieren, sich zu äußern und ihre Gefühle mitzuteilen. Dies kann durch Sprache, Mimik oder auch Gestik geschehen. Wir sind stets offen für Beschwerden und nehmen die Ängste und Gedanken der Kinder sehr ernst und versuchen eine Lösung für ihre Beweggründe zu finden. Dies erfordert von uns Fachkräften Respekt gegenüber dem Empfinden der Kinder und die Einsicht, dass es auch von unserer Seite Fehlverhalten und Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Auf dieser Grundlage erfahren die Kinder, dass sie Beschwerden angstfrei äußern können und ihnen Respekt, Achtung und Wertschätzung entgegengebracht werden.

Die Eltern haben jederzeit die Möglichkeit, sich im persönlichen Gespräch mit den Erziehern auszutauschen sowie in schriftlicher Form ihre Anliegen, Bedürfnisse oder Wünsche mitzuteilen. Einmal im Jahr wird eine Elternumfrage durchgeführt. Mit Beschwerden aller Art (mündlich oder schriftlich) gehen wir stets vertrauensvoll um. Zusammen wird mit den Eltern nach einer bestmöglichen Lösung gesucht.



4.Themenbezogene Bildungs- und Erziehungsbereiche
Wertorientierung und Religiosität In unserer gesamten Einrichtung haben wir uns als Ziel für unsere pädagogische Arbeitsweise gesetzt, die Kinder in ihrer Werteorientierung zu festigen. Dazu gehören unter anderem Rücksichtnahme, Liebe, Mitgefühl, Zuneigung, Teilen, Verständnis, Nachhaltigkeit gegenüber Umwelt und Natur im Rahmen der christlichen Werte.

Dies wird folgendermaßen umgesetzt: - durch Erzählungen, Bilderbücher, Lieder, „Kett“ – und Legearbeiten - ganzheitliches Vermitteln von religiösen Inhalten - Beteiligung an den Festen des Kirchenjahres (Fronleichnam, Lichtmess, Aschenkreuz..) - Besuche durch den Pfarrer in der Einrichtung - Gottesdienste - Jesus und Heilige als Vorbilder zum täglichen Miteinander im Gruppenalltag (z.B. teilen wie St. Martin...) - feste religiöse Rituale (Gebetskerze, religiöse Lider im Morgenkreis, Tischgebet beim Essen...)
Emotionalität und soziale Beziehungen und Konflikte

Empathie und Perspektivenübernahme Im Kiha lernen die Kinder, die Fähigkeit zu entwickeln, sich in andere Personen hineinzuversetzen, sich ein Bild von ihren Motiven und Gefühlen zu machen und ihr Handeln zu verstehen.

Problemlösefähigkeit Wir unterstützen die Kinder dabei, in dem wir ihnen Probleme nicht abnehmen, sondern die Kinder ermuntern, selbst nach Lösungen zu suchen, dazu gehört auch das Lernen aus Fehlern.


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Kommunikationsfähigkeit Kinder lernen sich angemessen auszudrücken, richtige Begriffe sowie Mimik und Gestik zu verwenden. Sie lernen, andere Kinder ausreden zu lassen, ihnen zuzuhören und bei Unklarheiten nachzufragen.

Kooperationsfähigkeit Bei gemeinsamen Aktivitäten, z.B. Mittagstisch decken, über Spiele bis zu Projekten, Vorschularbeit und engmaschiger Kooperation mit der Grundschule, gruppenübergreifenden Arbeiten, agieren Kinder mit anderen Kindern und Erwachsenen. Sie lernen sich abzusprechen, gemeinsam zu planen, etwas auszuführen und über ihre Erfahrungen zu sprechen (z.B. situationsorientiert arbeiten).


Sprache und Literacy

Sprachkompetenz ist eine wesentliche Voraussetzung für schulische und berufliche Erfolge, für eine volle Teilhabe am gesellschaftlich-kulturellen Leben. Über die Sprache kann ein Mensch mit seiner Umwelt kommunizieren. Dies geschieht von Anfang an mit Gestik, Mimik und Lauten. In der Interaktion, im „Wechselgespräch“ kann Sprache entfaltet werden. Die Sprache wird aktiv durch das Sprechen und Zuhören erworben.

Sprachliche Bildung und Förderung zeigt sich wie folgt: - Sprachanregende Bilderbuchbetrachtungen und Nacherzählungen von Geschichten, Märchen - Mit Kindern in den Dialog treten (z.B. Kinderkonferenz) -Tägliches Kommunizieren (z.B. beim Essen, beim Rollenspiel, bei Hilfestellungen, bei Konfliktlösungen usw.) - Sprechfreudige Umgebung schaffen (z.B. bekommen die Kinder Zeit für ihr eigenes Spiel, Interesse an Büchern wecken, Schriftkultur erkennen und erste Ansätze entwickeln usw.) - Zeit für Erlebniserzählungen der Kinder, Gedichte, Fingerspiele, Sprechspiele, Reime... - Nonverbale Körpersprache der Kinder verstehen können und diese benutzen (Mimik, Gestik des Gegenübers) - Dialekt als Heimatgut aufgreifen und leben - Visuelle Symbole erleichtern den Zugang zur Sprache (z. B. Symbole am Garderobenplatz / Wo finde ich meine persönlichen Sachen wieder?) - Sprach- und Lautspiele - Singen - Vorkurs Deutsch (Kinder mit Migrationshintergrund werden mit dem Beobachtungsinstrument Sismik gezielt beobachtet und erhalten Unterstützung beim Erwerb der deutschen Sprache.)


Informations- und Kommunikationstechnik, Medien

Informationstechnische Bildung, Medienbildung und Erziehung - Kinder werden angeregt zur Wissenseinholung in Lexika, Internet oder Fernsehbeiträgen (Dokumentationen zu bestimmten Themen) - CDs zu passenden Themen der Kinder bereitstellen / Umgang mit dem CD-Player - Besuch von Fachleuten in unserer Einrichtung zu entsprechenden Themen (Feuerwehr, „Helfer vor Ort“, Polizei) - Exkursionen z.B. Feuerwehr, Zahnarzt, Landmaschinen, Bauernhof

 


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Mathematik, Naturwissenschaft und Technik

Mathematische-, naturwissenschaftliche- und technische Bildung - freies Bauen und Konstruieren mit Konstruktionsmaterial in der Freispielzeit (durch regelmäßiges Wechseln des Konstruktionsmaterials gibt es für die Kinder immer neue Anreize und Aufgaben) - Erkennen von Formen und Farben und Experimentieren mit diesen - Fröbel - Material in jeder Gruppe (Holzbaukasten) -Experimentierfreude wecken und unterstützen (z.B. Haus der kleinen Forscher). Durch Forscherangebote (Forscherschrank) können die Kinder die vier Elemente erleben (Luft, Wasser, Feuer, Erde) - Ursachen- und Wirkungsprinzip erfassen - Umgang mit Messgeräten aller Art (z.B. Waage mit Gewichten, Messbecher) - Mathematische Gegensätze durch die Natur erfahren (z.B. Steine: schwer / leicht, Moos: hart / weich, Baum: klein / groß) - regelmäßige Besuche im Wald fördern das räumliche Vorstellungsvermögen - erster Umgang mit Zahlen und Mengen z.B. durch Würfelspiele, Zahlentage, Vorschulprojekte - Zeitmesser kennen (Uhr, Kalender, Geburtstagskalender) und ein alltäglicher Umgang mit diesen - Umgang mit Geld und dessen Wertigkeit erfassen (Einkauf für gesundes Frühstück beim ansässigen Geschäft „Bauer“, Besuch der Sparkasse / Raiffeisenbank, Kaufladen spielen) - Umgang mit Werkzeug (Zerlegen oder etwas zusammen bauen)


Umwelt

Umweltbildung und - erziehung - Ressourcen auf der Erde und in der nahen Umgebung wertschätzen lernen - lernen von der Natur und vor allem mit der Natur (Gemüse- und Blumenbeete mit den Kindern anbauen und pflegen) - tägliche Mülltrennung - Lebensräume entdecken, z.B. durch Spaziergänge und Entdeckungstouren - Sensibilisierung für die Schöpfung Gottes - naturnahe Gartengestaltung (Weidenhaus, Sitzsteine, bauen mit Naturmaterialien)


Ästhetik, Kunst und Kultur

Phantasie und Kreativität Kreativität zeigt sich durch Ausdruck im motorischen, sprachlichen, musikalischen und gestalterischen Bereich. Wir stellen den Kindern Material zur Verfügung, eigene Ideen kreativ umzusetzen. Wir ermutigen die Kinder phantasievolle Geschichten zu erzählen, nach eigenen Vorstellungen zu malen oder sich rhythmisch zur Musik zu bewegen.
 


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Ästhetische, bildnerische Bildung und Erziehung - Wertschätzung der kindlichen Werke - Anregen zur Weiterentwicklung bereits erworbener Fähigkeiten - Bereitstellung vielfältiger Gestaltungsmaterialien zur Förderung der Kreativität - Förderung feinmotorischer Fähigkeiten, z.B. Schneiden, Stifthaltung - Freiraum für eigene persönliche Gestaltung mit unterschiedlichsten Materialien - Darstellen von Geschichten, Hinführen zum Schauspiel / Theater - Gestaltung mit Natur- und Recyclingmaterial


Kulturelle Bildung und Erziehung - Beteiligung am kulturellen Leben in der Gemeinde (z.B. Maifeier, Adventssingen) - Kooperation mit der Schule (z.B. Schulfeste, gegenseitige Besuche bei Veranstaltungen) - Erleben von kulturellen Veranstaltungen außerhalb / innerhalb der Einrichtung (Kasperltheater, Theater in der Eremitage)


Musik

Musikalische Bildung und Erziehung - Beteiligung am „Aktionstag Musik“ - Einsatz von Instrumenten, Instrumentenkunde, Bau von Musikinstrumenten - Körperinstrumente, Rhythmische Sprechspiele - Singen im Alltag, im Kreis zu Ritualen, bei Festen und Feiern - durch Einsatz von Musik zur inneren Ruhe / Entspannung finden - Musikempfinden wahrnehmen und dabei etwas zu Papier bringen (Malen nach Musik) - Musizieren mit Musikern (Musiker stellen ihr Instrument vor) - stets Möglichkeit zum Musik hören, CDs mitbringen


Bewegung, Rhythmus, Tanz und Sport

Bewegungserziehung und Förderung, Sport - im großzügigen Garten erleben die Kinder den Jahreszeitenwechsel und die Veränderung der Bewegungsmöglichkeiten (z.B. Schlittenfahren im Winter auf unserem Rodelberg) - Regelmäßige Wald-, Spielplatzbesuche und Spaziergänge - Bewegungsfördernde Raumgestaltung in der Kinderkrippe mit verschiedenen Ebenen, Platz zum Fahrzeuge fahren - angeleitete Turnstunden an festen Tagen pro Woche mit unterschiedlichen Turngeräten und Themen - Möglichkeit während der Freispielzeit in der großzügigen Aula und Turnhalle Fahrzeuge zu fahren, Tanzen zu Musik - Bällebad


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Gesundheit

Gesundheitserziehung - Turnstunden - Täglicher Obstteller in Kindergarten und Krippe - Monatliches gesundes Frühstück, das gemeinsam zubereitet wird - Eigene Körperpflege erfassen und umsetzen (z.B. Nase putzen, Hände waschen, Toilettengang) - Tischrituale und Umgangsformen bei Frühstücks- und Mittagstisch lernen - Eigene Körpersignale wahrnehmen und erkennen (Müdigkeit, Hunger)


Lebenspraxis

Im gesamten Alltag gibt es viele lebenspraktische Aufgaben, die die Kinder erledigen. Kinder haben den unbändigen Willen, die Welt zu entdecken. Sie erleben sich selbstwirksam in ihren Aktivitäten. Der Alltag bietet eine Fülle an Lernsituationen. Täglich werden die Kinder in Alltagssituationen mit einbezogen, Erwachsene begleiten sie dabei. Den Kindern wird bewusst, dass sie stets selbstständiger werden. Sei es beim Toilettengang, beim Nase putzen, beim alleinigen Essen, beim Händewaschen, beim An – und Ausziehen oder beim Auf – und Abdecken des Tisches.


5. Bildungspartnerschaft

Bedeutung und Prinzipien der Zusammenarbeit mit Eltern

Die Eltern werden über die Entwicklung ihres Kindes informiert. Sie werden im Kinderhaus nachhaltig unterstützt und über das Geschehen in der Tageseinrichtung informiert.

Information, Transparenz, Unterstützung und Teilnahme

Diese wichtigen Prinzipien erreichen wir durch folgende Aktionen: Aufnahmegespräche, Eingewöhnungsgespräche, Umgewöhnungsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende (z.B. Einführungselternabend), Elternfrühstück einmal Jahr, Tür- und Angelgespräche, Vertrauen, Offenheit, Interesse


"Sich gemeinsam auf den Weg machen zum Wohl der Kinder!"

Unter "Elternarbeit" verstehen wir ein gegenseitiges "Sich - Öffnen", um in eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zum Wohl der Kinder eintreten zu können. Das bedeutet gegenseitigen Austausch.

 


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Den Weg zu dieser Bildungs- und Erziehungspartnerschaft sehen wir zunächst einmal im gegenseitigen Kennenlernen, im Austausch von Wünschen und Erwartungen und im Mitteilen von Freuden, Ängsten und Sorgen.



Angebote für die Eltern

- Informative Gespräche: Anmeldegespräche /Aufnahmegespräche, Eingewöhnungsgespräche Reflexionsgespräche, Gespräche zu aktuellen Anlässen und Situationen, Tür- und Angelgespräche, Gespräche zur Vorbereitung des Übergangs in die Schule - Elternabende - Kunstausstellungen - Elternaktionen, Elternfrühstück - jährliche Elternbefragungen mit schriftlicher Information bzw. Rückmeldung der Ergebnisse an die Eltern (z.B. Aushang am „schwarzen Brett“) - die beratende und helfende Mitarbeit des Elternbeirates (die Wahl erfolgt zu Beginn jedes Kindergartenjahres) - Elternbeiratssitzungen - Elternbriefe - Aushänge, Wochenrückblicke (an der Gruppentüre), Flip Chart, „Forscherhaus“ - Feste / Feiern - gemeinsame Wanderungen / Ausflüge


Eine gute Elternpartnerschaft und Zusammenarbeit dient dem Wohl der Kinder.



6. Kooperation und Vernetzung

Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde, der Pfarrei und der Kirchenstiftung

Besonders wichtig ist uns als katholische Einrichtung, die Zusammenarbeit mit der Kirche. Diese beinhaltet die Gestaltung verschiedener Gottesdienste/ Andachten oder religiöser Feste im Jahreskreis. Dazu gehören die Segnung der Kinder durch Herrn Pfarrer Bruckner; die Besichtigung des Erntedankaltars mit Andacht; St. Martin mit der Organisation und Durchführung des Gottesdienstes, dem Umzug und der dazugehörigen Feier; der Auftritt des Hl. Nikolaus im Kinderhaus; die Beteiligung am Adventssingen der Kirchengemeinde; der Besuch von Herrn Pfarrer Bruckner zum Blasiussegen, sowie Aschekreuzauflegung; die Beteiligung an der Fronleichnamsprozession; der Abschlussgottesdienst des Kiga- Jahres.


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Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Behörden Kooperation mit der Schule Gemeinsam mit der Schule wird am Anfang des Kindergartenjahres ein Kooperationsplan erstellt. Darin enthalten sind z.B. eine gemeinsame Schulstunde, gegenseitige Besuche der 1. Klasse und der Vorschulkinder. Durch die Schulhausrallye lernen die Vorschulkinder das Schulgebäude und die Lehrer kennen.



Kooperation mit anderen Einrichtungen/ Behörden Wir sind eine ausbildende Einrichtung und betreuen während des Jahres Praktikanten aus allgemeinbildenden Schulen (Tagespraktikanten, Wochenpraktikanten) und berufsbildenden Schulen (Kinderpflegepraktikanten, Praktikanten der Fachakademie für Sozialpädagogik). Durch die Ausbildung und Fortbildung des Personals besteht ein reger Austausch mit anderen Kindertagesstätten.

Informationen über Erziehungsberatungsstellen und andere familienbegleitende Netzwerke (z.B. Koki) werden weitergegeben in Form von Flyern und Aushängen. Bei Interesse können Sie auch jederzeit Rücksprache mit dem Kinderhauspersonal nehmen. Eine gute Zusammenarbeit mit Frühförderstellen ist uns sehr wichtig.

In unserer Einrichtung besteht Integration. Eltern beantragen bei Bedarf beim Bezirk Oberpfalz den Förderantrag für die Eingliederungshilfe nach § 53 Sozialgesetzbuch XII für die integrative Betreuung. Der von der Einrichtung angeforderte Fachdienst unterstützt und fördert das Kind wöchentlich stundenweise in unserem Haus. Anträge des Jugendamts für Beitragszahlung oder Essenserstattung können u. a. in unserer Einrichtung angefordert werden.

Wir arbeiten mit örtlichen und ortsnahen Vereinen zusammen. Hierzu gehört der Obst- und Gartenbauverein (Gartenpflege, Apfelpresse). Kooperation besteht auch mit den Vereinen HVO (Helfer vor Ort) sowie dem Roten Kreuz und der Feuerwehr, dem Gesundheitsamt, der Zahnärztin, Logopäden, Ergotherapeuten, Firma Markgraf, Firma Schinner, Gemeinde, sowie dem SOSKinderdorf Immenreuth.


7. Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung

Um die Qualität in unserem Kinderhaus zu gewährleisten, halten wir uns an folgende Rahmenvorgaben:
Qualitätskonzepte,- strukturen, Leitfäden

Strukturen und Konzepte, die unsere Qualität beeinflussen, sind der Personalschlüssel, die Qualität der Ausbildung, die Strukturierung des Betreuungsablaufes (Standards) und die Raumgestaltung. Die Interessen, Bedürfnisse und Sichtweisen der Kinder und ihrer Familien werden berücksichtigt.

 


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Nicht nur die Strukturen und Konzepte beeinflussen unsere Qualität der Einrichtung, sondern auch die Prozessqualität. Diese beinhaltet die Interaktion des pädagogischen Personals innerhalb des Teams, mit den Kindern und deren Eltern. Unser pädagogisches Alltagshandeln und dessen Reflexion orientieren sich am Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan.


Sozialraumanalyse

Unser Kinderhaus liegt in einer ländlichen Region. Darunter leben viele Familien mit mehreren Kindern. Meist wohnen Großeltern mit im Ort. Trotz der ruhigen Ortschaft und Lage ist Industrie im Ort vorhanden. Größere Firmen, wie z.B. die Firmen Markgraf, Trassl und Tretter haben in Immenreuth ihren Sitz. Ein Bahnhof, Baxi und auch ein Busbahnhof ermöglichen Verkehrsanbindungen (Bayreuth, Marktredwitz, Nürnberg oder Hof) Viele Geschäfte sind bei uns in der Ortschaft ansässig, z.B. das Lebensmittelgeschäft „Bauer“, Friseure, Metzger, Ärzte, Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie, Kosmetikstudio, Gaststätten usw.


Projektbeteiligung

In regelmäßigen Abständen beteiligen wir uns an verschiedenen Projekten, (z.B. Aktionstag Musik in Bayern). Hier kommen alle Gruppen zusammen, um gemeinsam zu musizieren. Unsere Einrichtung hat Zertifikate durch die Teilnahme an folgenden weiteren Projekten „Jolinchen“, Öko-Kids und „Haus der kleinen Forscher“ erhalten.


Konzeptionsentwicklung und Fortschreibung

Die Konzeption ist Grundlage für unsere pädagogische Arbeit. Durch pädagogische Prozesse ist diese ständig zu erneuern und auch einmal im Jahr zu aktualisieren. Um die Konzeption zu aktualisieren, wird jährlich ein Schließtag festgelegt.


Gesetzliche Grundlagen

Für unsere Arbeit sind zahlreiche Gesetze von Bedeutung. Aus diesen leitet sich unser Auftrag ab.

Unter anderem sind diese Gesetze im BayKiBiG, Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP), SGB III, SGB XII, sowie weiteren einschlägigen Gesetzesvorlagen wie z.B. dem Infektionsschutzgesetz (IfSG), dem Datenschutzgesetz, der Lebensmittelhygieneverordnung (LMHV) etc. zu finden.

Unser Kinderhaus ist qualifiziert mit einer Sicherheitsbeauftragten. Ihre Aufgaben sind es, in regelmäßigen Abständen und in Absprache mit der Leitung die Sicherheit unserer Einrichtung zu gewährleisten. Dazu zählt z.B. die Kontrolle der Fluchtwege.

 


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Um in Notfällen und bei Gefahren Erste Hilfe leisten zu können, frischen wir alle zwei Jahre den Ersthelferkurs auf. Das gesamte Personal nimmt daran teil.


Schutzauftrag §8A VIII mit Handlungskonzept und Leitfaden

Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe ist es, Kinder und Jugendliche davor zu bewahren, in ihrer Entwicklung durch Vernachlässigung und Missbrauch elterlicher Rechte Schaden zu erleiden. Der Rechtsträger hat sich verpflichtet, in seiner Einrichtung den Schutzauftrag zu erfüllen. Er stellt auch sicher, dass das Personal den Schutzauftrag in angemessener Weise und mit Sorgfalt wahrnimmt.

Eine Selbstverständlichkeit in unserer Einrichtung ist es, dass wir bei einer plötzlichen Erkrankung oder einem Unfall die Eltern benachrichtigen. Dafür ist es notwendig, dass mindestens eine Bezugsperson immer telefonisch erreichbar ist.

Bei Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung liegt es in unserer Verantwortung, eine zum Wohle des Kindes angemessene Hilfe anzubieten bzw. das Kind vor weiteren Gefährdungen zu schützen. Hierbei ist eine Möglichkeit, eine „insoferne erfahrene Fachkraft“ hinzuzuziehen. Diese hat ihren Sitz beim zuständigen Jugendamt unseres Landkreises.

Zu den täglichen Aufgaben in unserem Alltag zählt die Sorge um jedes einzelne Kind. Durch unsere Beobachtung und Dokumentation anhand einer Gefährdungsbeurteilung sehen wir, wenn das Wohlergehen und die Entwicklung eines Kindes gefährdet sind. Ein gutes Befinden hierfür ist Voraussetzung, dass die kindlichen Lern- und Entwicklungsprozesse gelingen. Ist dies nicht der Fall, weisen wir die Eltern auf Gesundheitshilfen, Beratungen und Familienhilfen (z.B. „Koki“) hin. Werden diese Hilfen nicht in Anspruch genommen, sind wir verpflichtet bei weiterer Gefährdung, dieses sofort dem Jugendamt zu melden. Bitte zögern sie nicht, uns bei Problemen (auch psychische und Suchterkrankungen) anzusprechen. Wir haben jederzeit ein offenes Ohr und bieten Ihnen unsere Hilfe an.



Beobachtungs- und Dokumentationsinstrumente

Wir arbeiten in unserem Kinderhaus mit verschiedenen Dokumentationssystemen. Folgend werden diese erläutert.

An jeder Gruppenwand ist ein Wochenrückblick angebracht. Dort kann jederzeit nachgelesen werden, was die jeweilige Gruppe beschäftigt und an welchem Thema sie momentan arbeitet. Dieser Rückblick wird von jeder Gruppe unterschiedlich gestaltet.

In unserem Haus besitzen wir einen digitalen Bilderrahmen. Dieser wird in unterschiedlichen Abständen von den Gruppen bereitgestellt, damit die Eltern einen kleinen Einblick in das Geschehen bekommen.

Jede Gruppe ist im Besitz eines eigenen Tabletts. Damit wird das Beobachtungsdokument des Kindergartens „Stepfolio“ durchgeführt. Dieses beinhaltet Portfolio, sowie Perik und Seldak für die verschiedenen Altersstufen. Hinzu kommen die Beobachtungen Sismik und der Kurzbogen Seldak.

 


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In der Krippe arbeiten wir momentan mit dem „Petermann - Beobachtungsbogen“. Dazu kommt eine Bildungs-/Lerngeschichte, die einmal im Jahr geschrieben wird. Der „Beller – Beobachtungsbogen“ wird situativ erarbeitet. Die Entwicklung jedes Kindes wird in einem Portfolio – Ordner festgehalten. Dieser Ordner ist für alle Kinder jederzeit zugänglich. Auch die Familie jeden Kindes hat stets Einblick darin. Ebenfalls wird die Eingewöhnung eines Krippenkindes beobachtet und dokumentiert.


Kommunikationsstruktur

In regelmäßigen Teamsitzungen und Teamgesprächen wird unser Alltag im Kinderhaus geplant. Dazu trifft sich das Personal der gesamten Einrichtung. Wenn nötig, werden auch Sitzungen im Kleinteam (Kindergarten und Krippe) durchgeführt. Diese Sitzungen werden protokolliert und reflektiert.

Jeden Montag findet ein Surefix statt. Hier treffen sich die die Gruppenleitungen mit der Leitung, um die anstehende Woche zu besprechen.

Am Ende des Jahres findet ein Planungstag statt. Hier wird das kommende Kindergartenjahr besprochen, geplant und organisiert.


Befragungen / Evaluation / Reflexion

Anhand eines Bogens wird eine jährliche Elternbefragung durchgeführt. Die Auswertung wird dokumentiert und öffentlich im Kinderhaus ausgehängt.

Jährlich gibt es durch das Landratsamt eine Überprüfung (Statistik). Durch die Gemeinde findet in regelmäßigen Abständen eine Bedarfsumfrage statt. In Teambesprechungen reflektieren wir vergangene Aktivitäten und halten dabei Positives wie Negatives fest für nachfolgende Planungen.

Das Personal nimmt regelmäßig an verschiedenen Fort - und Weiterbildungen teil.


Beschwerdemanagement mit Leitfaden

In unserer Einrichtung ist es uns wichtig, dass sowohl die Eltern als auch die Kinder ihre Wünsche, Bedürfnisse und auch ihre Bedenken äußern können. Diese Gefühle und Wünsche nehmen wir ernst und gehen wertschätzend damit um. Die Eltern haben in den jährlichen Elterngesprächen sowie in den täglichen Tür- und Angelgesprächen die Möglichkeit auf das Fachpersonal zuzugehen und das Gespräch zu suchen. Nicht zuletzt können sich die Eltern bei Feiern und Festen oder auch im Rahmen des Elternbeirats beteiligen. Die Kinder haben im täglichen Miteinander immer die Möglichkeit ihre Gefühle, Wünsche und Sorgen dem Fachpersonal durch Gespräche mitzuteilen. Dies ist besonders für die Persönlichkeitsentwicklung von großer Bedeutung.

 


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Im alltäglichen Zusammensein unterstützen wir dies durch verschiedene Angebote wie z. B. Bilderbücher, Spiele oder auch durch regelmäßige Kinderkonferenzen. Eltern können im direkten Gespräch mit dem Gruppenpersonal oder der Leitung das Gespräch suchen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, den Elternbeirat einzubeziehen oder eigene Anliegen in der jährlichen Elternbefragung zu äußern.


Personalentwicklung, Mitarbeiterqualifikationen, Fortbildungen

Das pädagogische Personal, seine Qualifikationen und die damit verbundenen Fachkompetenzen sind eine wichtige Ressource unserer Einrichtung. Dementsprechend wird ein großer Wert auf die Qualifizierung des Personals gelegt, da jede der Fachkräfte Bestandteil der Qualität ist. Zur Qualitätssicherung unseres Hauses tragen die Fortbildungen, die die Qualifikation des pädagogischen Personals sichern, verbessern und erweitern bei. Daher sind Fortbildungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter sowohl in Form von internen als auch externen Fortbildungen und Tagungen unerlässlich für eine gute Bildungs- und Erziehungsarbeit in unserer Einrichtung.


8. Öffentlichkeitsarbeit

Internetauftritt Wir geben einen Einblick in unsere Einrichtung unter anderem durch unsere Internetseite. Diese wird stetig auf den aktuellen Stand gebracht. Elternbriefe sowie Termine können dort beispielsweise aufgerufen werden.
PR – Auftritt Aktionen unserer Einrichtung werden in regelmäßigen Abständen in den örtlichen Zeitungen abgedruckt. Diese Aktionen sind z.B. der Besuch der Polizei oder Projekte aller Art.

9. Quellenverzeichnis & Impressum

Verwendete Literatur  Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung, Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Frauen, Staatsinstitut für Frühpädagogik München, Cornelsen Verlag, 5. erweiterte Auflage  Fachwörterbuch für Erzieherinnen und pädagogische Fachkräfte, Knut Vollmer, Herder Verlag Freiburg-Basel-Wien  Fortbildungsunterlagen, Qualifizierung Krippenpädagogik, Karin Unger u. Christine Hagemann, August 2015  Fortbildungsunterlagen, Qualifizierte Leitung, Juni 2018  Unterlagen der Weiterbildung zur Fachkraft für Kindertagesstätten zum Thema „insofern erfahrene Fachkraft“, 2013/2014


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Impressum Die Konzeption wurde im Team des Kath. Kinderhauses Herz- Jesu Immenreuth erarbeitet. Alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt. Immenreuth, August 2018




Immenreuth, den 31.08.2018





Unterschrift des Trägers Unterschrift der Einrichtungsleitung